Freitag, 4. August 2017

Wilde Blumelei. Der Rainfarn.

Seit einiger Zeit versuche ich mich beim Kochen an den Jahreszeiten zu orientieren und nutze in der Regel nur Gemüsesorten, die auch zur jeweiligen Jahreszeit tatsächlich zu haben sind. Ich orientiere mich dabei an einem Kochbuch, das mit leckeren Rezepten reich auftischt im Frühling, Sommer, Herbst und Winter (Von Cramm, Genuss aus der Heimat). Und weil ich mich dadurch intensiv mit den Jahreszeiten beschäftige, gehe ich auch mit offenen Augen durch die Natur und bewundere die Wildpflanzen, die ich beim Spaziergang oder bei einer Wanderung entdecke. Als junge Frau, ich war gerade mit Mann und Baby in ein Vogelsberger Dörfchen gezogen, ins eigene Fachwerkhaus, durchstreifte ich Wald und Wiesen, setzte Kräuteröle an, versuchte mich an Ziegenfrischkäse und...und...und. Doch dann zog ich in mein hiesiges Städtchen, studierte und lebte ein eher (klein)städtisches Leben und vergaß meine damalige Vorliebe. Doch nun entdecke ich wieder mein Interesse an dem Wildwuchs der Natur und möchte Euch gerne, in unregelmäßiger Folge, von meinen Entdeckungen berichten. Ich will Euch ein bisschen mit der Natur erfreuen und zeige Euch meine "Wilde Blumelei".... Vielleicht entdeckt Ihr dann auch die eine oder Pflanze, die Euch bisher gar nicht bekannt war. Immer wieder fällt mir diese Pflanze in diesem Sommer ins Auge...ist sie Euch auch schon aufgefallen? Jedes Jahr Ende August, Anfang September stach sie mir ins Auge und dann bedauerte ich den Abschied vom Sommer, denn ich verband ihr Erscheinen immer mit dem nahenden Herbst. Und ich habe falsch gedacht, denn die Blütezeit dieser Pflanze beginnt bereits im Juni, aber da stehlen ihr einfach die freundlichbunten Sommerblumen die Schau, weil die Natur nicht mit prächtigen Farben geizt während der Sommerzeit. Aber um welche wilde Pflanze handelt es sich denn nun?
Es ist der Rainfarn, eine Heil- und Giftpflanze, auch Wurmkraut genannt. Bis weit in den September hinein blüht er mit leuchtend gelben Blütenknöpfchen und gefiederten Blättern. Er wächst am Waldesrand, Wegen und Dämmen und enthält ätherische Öle. Das getrocknete Kraut riecht so intensiv, dass sich damit Läuse, Mücken und Mäuse vertreiben lassen, so heißt es. Getrockneter Rainfarn wird gerne auch von den Imkern als Rauchmittel verwendet und wurde früher in den Häusern ausgestreut, um Ungeziefer fernzuhalten. Außerdem eignet sie sich auch zum Färben, vielleicht hat ja die Eine oder Andere von Euch bereits Erfahrungen mit diesem Kraut gemacht.... Die geschnittene Pflanze eignet sich wunderbar für die Vase und für Trockengestecke und wie Ihr sehen könnt, macht sie tatsächlich zusammen mit Wiesenknopf, Mädchenauge und Ringelblume eine gute Figur im alten Humpen vom Flohmarkt. Viele Grüße von Cosmee

Kommentare:

  1. Oh ja, ich interessiere mich für Wildpflanzen und habe neulich eine Wald- und Wiesenführung mitgemacht. Leider kann ich mir das alles nicht merken, bis auf wenige Pflanzen die eh jeder kennt. Deshalb freu ich mich, dass du vor hast öfter mal darüber zu bloggen.
    LG eSTe

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  2. Ich mag die gelben Knöpfchen auch sehr gerne!!! Dein Strauß ist ganz bezaubernd und die Verwendunsmöglichkeiten sehr interessant!
    Liebe Grüße von Angela

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