Donnerstag, 1. Juni 2017

Piep! Im Juni.

Ich mag Natur: die Blumen, das Vogelgezwitscher, die Mauersegler...auf die habe ich sehnsüchtig gewartet und nun erfreuen sie mich tagtäglich mit ihren Rufen und ihrem schneidigen Fliegen hoch am Himmel und durch die Häuserschluchten...Glücklich bin ich in diesem Monat. Die Rosen beginnen zu blühen und das Gras unter den nackten Füßen fühlt sich ganz besonders an...es ist Sommer! Genau genommen beginnt heute, am 1. Juni, der metereologische Frühsommer. Ich liebe unsere Jahreszeiten sehr und ich halte auch immer Ausguck nach den Zeigerpflanzen, die mir verraten, wann welche der Jahreszeitphasen beginnen, derer wir eigentlich tatsächlich viele haben, beginnen. Denn eingeteilt werden kann das Jahr nicht nur in Frühling, Sommer, Herbst und Winter, nö...es wird noch ausführlicher, nämlich: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling. Und Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer. ...Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Na, und schließlich der Winter. Der ist ganz einfach Winter. Aber an den will ich ja nun mal gerade gar nicht denken. Denn ich bin noch ganz verzückt vom Mai und nun auch noch vom Juni! Wie dieser Monat riecht! So füllig, das erste Heu wird gemäht und die Rosen duften verführerisch, puh wie schön!! Das Vogelgezirpe ist wunderbar, die Kleinen werden flügge und starten ihre Flugversuche. Vor ein paar Tagen habe ich eine Drossel gesichtet, die ihr Junges am Boden gefüttert hat, dass machte mich ganz ehrfürchtig. Unsere Natur! Sowas von schön und erhaltenswert. So wertvoll, so bereichernd für Seele und Geist! Nun, ich schweife ab, wollte ich Euch doch über den Monat Juni berichten. Nun denn! Dieser Monat hat einen alten Namen: Brachmanoth, Monat des ersten Pflügens. Zu früherer Zeit pflegte man die Dreifelderwirtschaft. Ein Drittel der Flur blieb nach der Ernte Stoppelweide und wurde erst im kommenden Juni wieder gepflügt und für die Winterfrucht vorbereitet. Aber auch Rosenmond, Johannismonat wurde er genannt. Der Juni wurde bei den Römern nach der Himmelsgöttin Juno (Gattin des Göttervaters Jupiter) benannt. In diesem Monat erreicht das Pflanzenwachstum durch den Wechsel von Sonnenwärme und Regen den Höhepunkt. Und viele Pflanzen erreichen ihren Reifezustand. Wenn der Juni zu trocken wird, dann kann man einen Wachstumsrückstand beobachten, jedoch nicht beim allseits beliebten Giersch ;-) Tja, und im Juni entscheidet sich denn auch, ob der Sommer trocken oder nass wird. Wir kennen die Wetterregel vom "Siebenschläfer" (27.6.). Wenn es häufig in der letzten Juniwoche regnet, dann setzt sich feuchte Westströmung durch und Regenwetter wird unser Begleiter sein trotz schöner Tage. Erinnert Ihr Euch noch an das Geflimmer der Glühwürmchen in der Nacht? Sowas von romantisch, die gibt es kaum noch. Aber die Junikäfer, hach, die liebe ich mit ihren sieben Punkten... Wenn ich durch unsere Aue laufe, dann sehe ich den Entennachwuchs und die kleinen Schwäne, höre das Froschgequake und sehe die Kaulquappen im Teich. Die Natur ist wirklich ein Wunder...selbst ich als (Klein)Stadtbewohnerein kann täglich meiner Lust auf Natur fröhnen...und das ist gut so, denn sie, unsere prächtige Natur, wenn Ihr in Euch hineinspürt, wenn Ihr draußen seid, tut unglaublich wohl. Ich schicke Euch liebe Grüße, Cosmee

Kommentare:

  1. Ich weiss genau, was Du meinst! Gestern war ich am See staunen über die kleine Schwanenfamilie, ganze Scharen von Vögeln besuchen meine winzig kleine Futterstelle am Balkon, dieses Zwitschern und summen und der Geruch...ich liebe das auch so.
    Bei uns war die letzte Juniwoche sehr schön, das lässt auf einen schönen Sommer hoffen:-)
    glg Susanne

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  2. Deine Fotos werden immer kleiner.

    Vor 4 Jahren waren wir in Amerika, oder waren es schon 5? Bei unserem Spaziergang durch den Central Park in NYC flogen hunderte von Glühwürmchen durch den Park, es war bezaubernd. Was haben sie denn in NYC, was uns fehlt?

    Nana

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  3. Da hast du recht!
    Ich bin gerade auch am liebsten draußen!
    Überall die Vögel und vor allem die Eltern, die ihre Jungen füttern, die von Tag zu Tag lauter und fordernder werden *lach*
    Unsre Rotkehlchen sind schon ausgeflogen... schade!
    Aber dasfür haben wir noch etliche Meisen, Amseln und auch Spatzen.. die mag ich ja total gerne!
    Susanne

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  4. Wie schön, dass du mal diese vielen Jahreszeiten thematisierst. Schon lang wollte ich dies tun. Ich hab einen sehr ausführlichen Kalender der 10 Jahereszeiten von Queerbeet (BR). Da kann ich auch ganz tief eintauchen. Du hast so aufmerksam beobachtet und alles sehr anschaulich mit Gefühl erzählt. Danke.
    LG eSTe

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  5. Das hast du so wunderbar beschrieben.
    Ich liebe den Geruch des Juni.
    Erstens die Rosen und zweitens den Geruch der blühenden Ligusterhecken.
    Wenn ich zum einkaufen geh, riecht alles nach Honig : )
    Habe mich sehr über deinen Besuch bei mir gefreut.
    Schönes Wochenende dir! Angela

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