Samstag, 25. März 2017

Rundumblick

Ich lebe ja, wie Ihr wisst, in einer relativ kleinen Stadt in Osthessen, mit dreiundsechzigtausend Einwohnern. Der Stadtkern ist barock und in einem alten Teil dieser Stadt lebe ich und liebe es. Nun muss man sich nicht denken, dass ich in eine große Stadt fahren muss, um an Nähfutter zu kommen...
Nö! Ich habe alles um die Ecke und ich sage Euch, ich liebe diese kleinen inhabergeführten Fachgeschäfte sehr. Einige davon gibt es schon seit Generationen, wie zum Beispiel das Knopflädchen, die Stoffburg oder auch das Tuchlager Ruhl. Alles das kann ich zu Fuß erreichen und die Geschäfte liegen direkt um die Ecke, fünf Minuten maximal entfernt. Wenn mir also mal das Garn ausgeht, oder ich mit einem Schnitt nicht klarkomme, der Reissverschluss hakt oder die letzte Nadel abbricht...--- kein Problem...!
Na klar, ich könnte auch in die umliegenden Kaufhäuser gehen und mir dort das Vlies fur meine Patchworkarbeiten und die Garne dazu besorgen, aber wollen wir nicht auch besonders die kleinen Ladengeschäfte an unseren Wohnorten unterstützen, die für so viel Flair in einer Stadt sorgen und ihr das Gesicht geben? Kaufhausketten können das nicht, finde ich. Und seit heute bestelle ich meine Bücher auch nicht mehr bei A*****, sondern beim Buchhändler um die Ecke, der liefert auch frei Haus, sogar mit einem echten Boten. Ich liebe das und mein Städtchen ganz besonders. Liebe Grüße von Cosmee

Dienstag, 14. März 2017

Schlicht kam er rüber....

---und deshalb kein besonderes Foto. Einen Babyquilt hatte ich versprochen....Und genäht. Ohne Fantasie, ich habe einfach eine Stoffserie genommen in den gewünschten Farben gelb, grün, orange. Das Orange habe ich weggelassen, da hatte ich mich verkauft...Stoff mit Dehnung landete auf meinem Nähtisch. Nicht aufs Etikett geschaut, nur auf den Preis und der hatte mich gelockt. Und das geht ja gar nicht. Patchworkstoff mischen mit Sowas! Nun liegt der Stoff hier, gleich ausrangiert... Wellnessfleece habe ich für die Rückseite gewählt,ganz weich, aber ob ich das nochmal mache?. Ich dachte während des Nähens, oweh, dieser Quilt ist echt im Eimer. Verzogen...Und dann wollte ich Freihand quilten, puh, nach fünfhundert Stichen habe ich es sein lassen und wieder aufgetrennt...fast in die Ecke geschmissen (so eine Geduld wie Nana habe ich echt nicht, winkewinke)....Aber er ist trotzdem schön geworden, schlicht halt. Einhundertfünf Zentimeter im Quadrat...Die junge Mutter hat sich gefreut und das ist doch die Hauptsache, gell! Liebe Grüße von Cosmee

Mittwoch, 1. März 2017

Piep! Im März.

Hui, das ging doch schon flott oder? Kaum hat das Jahr angefangen, schon isses März, der Winter ist metereologisch vorbei seit dem 1. März und der Frühling hockt im Startloch. Juchhuuuu! Nur, bei uns ist nicht viel zu merken, es ist kalt und regnerisch-trüb und manchmal grieselt auch noch ein bisschen Schnee. Wobei, wenn ich genauer hinschaue auf meinen Spaziergängen, dann sehe ich schon Krokusse, Schneeglöckchen und Winterling sprießen. Und sonst so, lieber März, was bringst Du uns mit? Na, zunächst Deinen Namen, MÄRZ. Früher wurde dieser Monat Blidemamoth gerufen, dass ist altgermanisch. Oder auch althochdeutsch "Lenzing", abgeleitet von "Längung, langer Tag". Na, und das ist doch offensichtlich, morgens wird es früher hell und das tut wirklich gut. Nun bleibt es mit jedem Tag drei Minuten länger hell. Die Lebensgeister werden wach, wir schütteln den Winter ab. So ist also der März der Steg vom Winter zum Frühling. Überall beginnt es zu knospen: Haselnuss, Weide und Erle beginnen zu blühen und bieten den Bienen erste Nahrung. Der Boden erwärmt sich langsam und wird mit zahlreichen Frühblühern bedeckt. Und zu hören sind sie, die Vögel - endlich! Zunächst erst etwas zaghaft zwitschern sie morgens in der Dämmerung, hört Ihr sie auch? Die in Formation fliegenden Kraniche sind am Himmel zu sehen, wenn sie uns überfliegen und Kiebitz, Singdrossel, Feldlerche und Star kehren als Frühzieher zurück und auch Hausrotschwanz, Störche, Zipzalp und Bachstelze kommen an. Nun, wir dürfen uns aber nicht zu früh freuen, denn immer noch ist der Winter dabei, sich selbst einzuladen und gibt bei aller Frühlingsfreude den Störenfried. Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann empfehle ich Euch das Buch von Bernhard Michels, Abendrot Schönwetterbot aus dem BLV Verlag, das mir auch als Quelle dient und sehr sehr lesenswert und informativ ist. Viele Grüße von Cosmee