Donnerstag, 7. Dezember 2017

Piep! Im Dezember.

In der Natur ist es still geworden. Bei Spaziergängen fällt es uns besonders auf oder auch, wenn wir durch den Garten gehen. Ab und an hört man noch ein leises Vogelgezwitscher. Die Natur ruht, aber trotzdem kommt sie nicht zum Stillstand, auch wenn wir meinen, sie ist im Winterschlaf wie der Igel, die Fledermaus und das Murmeltier. Stattdessen finden in Knospen und Samen wichtige Lebensprozesse statt. Viele Wildpflanzen brauchen den Frost, damit sie im Frühjahr keimen können. Sogar Apfelbäume brauchen frostige Temperaturen, so konnte ich lesen. Sie kommen nur dann zur Blüte und damit zum Fruchtansatz, wenn die Kälte auf die Knospen eingewirkt hat. Ich mag die trockene Kälte im Winter sehr gern und hoffe wie in jedem Jahr auch dieses Mal auf Schnee zum Weihnachtsfest...Ihr auch? Dabei erleben wir weiße Weihnachten statistisch nur alle sieben, in niedrigen Lagen nicht einmal alle acht Jahre (Quelle: Michels, Abendrot Schönwetterbot´) Die Bauernregel "Bringt Advent schon Kält´, sie achtzehn Wochen hält" gilt schon lange nicht mehr. Dabei lag bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts Schnee schon in der Adventszeit und der blieb dann bis zum nächsten Jahr liegen. Der alte Name des Dezember lautete HEILIGMANOTH; heiliger Monat und bezieht sich deutlich auf das Christfest, aber auch Julmond oder Jul, im Altgermanischen Julmanoth.
Am 21. Dezember erleben wir den kürzesten Tag mit dem niedrigsten Sonnenstand und von da an wird es ganz langsam wieder heller und ich beginne dann wieder von Schneeglöckchen zu träumen. Denn manchmal erscheint mir der Winter, obwohl ich ihn sehr mag, zu lang und ich sehne mich nach Helligkeit und Wärme. Aber nun heißt es erst einmal Abwarten und Tee trinken und sich um die Geschenke für die Liebsten kümmern. Da muss ich mich aber wirklich sputen...eigentlich wollte ich viel nähen, aber außer Topflappen und Täschchen ist es noch nicht viel geworden....
Ich scheine etwas aus der Übung zu sein, denn der Nahtauftrenner ist während des Nähens mein ständiger Begleiter, na sowas! Liebe Grüße von Cosmee

Samstag, 18. November 2017

Sterne zuhauf...

Mit meinem Scherchen war ich wieder in der Natur unterwegs und fand wohlduftenden Wacholder, schnippschnapp! Einige Äste habe ich aufgehoben und Hagebutten gepflückt. Daheim fand ich ein altes Einmachglas, passend für die vorweihnachtliche Deko im Freien. Einen Kranz gebunden, Hagebutten hineingesteckt, einen schlichten Stern aus den Ästen gewerkelt. Fertig.
Und Sterne aus Transparentpapier habe ich tütenweise gefaltet, ganz viele...zum Verschenken. Nun, ein paar habe ich auch für mich behalten. Ich dachte immer, schwierig schwierig, diese Falterei, mit Anleitung ist´s mir aber geglückt. Nur die Sterne, die in der Landlust zu sehen sind, die gelangen mir nur theoretisch, da hatte ich wohl die Anleitung nicht verstanden...
Ich mag diese voradventliche Stimmung im November (den ich ja sowieso sehr mag) ganz besonders... In meinem Städtchen wird zur Zeit der Adventsmarkt aufgebaut, die Geschäfte schmücken ihre Auslagen und wenn es abends dunkel wird, da freue ich mich schon sehr auf das Lichterleuchten in den Fenstern, auf den Terrassen und Balkonen... Viele Grüße von Cosmee

Mittwoch, 1. November 2017

Piep! Im November.

Sie sind wieder über unser Haus und die Auen gezogen, die Kraniche in ihren keilförmigen Formationen. Ihr Trompeten war weithin schon zu hören und viele Passanten, die mit ihren Gedanken beschäftigt waren, hoben die Köpfe, blieben stehen und schauten bewundernd in den Himmel. So auch ich, und ich hoffe, die Vögel des Glückes haben eine ordentliche Portion davon aus ihren Schwingen auf mich rieseln lassen...Warum werde ich eigentlich immer so leicht wehmütig, wenn ich sie davonziehen sehe? Geht Euch das auch so? Wenn ich an den November denke, der Monat, der im Althochdeutschen Herbistmanoth oder Nebelung genannt wurde, später dann Nebelmond und allgemein als ungemütlicher Monat gilt, in dem der Herbst sein berauschendes Farbspiel beendet....dann wird mir ganz heimelig, denn ich liebe diesen Monat sehr...er hat für mich etwas Magisches. Nicht nur, weil es mein Geburtstagsmonat ist, sondern ich mag dieses kalte, ruhige und nebelige Wetter, welches die Sonne oft nicht einmal erahnen lässt, die Ruhe und die Stille, die oft so greifbar ist.... Das Meer gibt übrigens die Wärme, die es im Sommer gespeichert hat, an das Festland ab und so entstehen auch die Nebel, konnte ich nachlesen. Im 16. Jahrhundert wurde der November auch Kotmonat von den Bauern genannt, denn es riecht im November im Ländlichen nach Humus und Moder, wenn die letzten Felder gepflügt werden und der Stallmist ausgebracht wird. Nun werden die Nächte täglich um drei Minuten länger und die Zeit des Einkuschelns ins gemütliche Heim beginnt und auf Euren Blogs ist ja schon auch zu sehen, dass sich viele gedanklich schon auf die Adventszeit einstimmen und freuen. Ich wünsche Euch einen wunderschönen stimmungsvollen November.
Man findet draußen in der Natur derzeit die schönsten Beeren und Früchte, die sich wundervoll für stimmungsvolle Dekorationen Drinnen und Draußen eignen, zum Beispiel die Schneebeere, die Hagebutten, die Zapfen, das Tannengrün, Zierapfel und Efeu... und die Fruchtstände von den verblühten Sommerblumen. So holt man sich diesen stimmungsvollen Monat einfach ins Zimmer. Viele Grüße von Cosmee

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wilde Blumelei. Das Mädesüß.

Jeden Tag laufe ich mit schnellem Schritt durch unsere Au für eine Stunde, das tut sowas von gut! Natürlich lasse ich dabei meine Blicke schweifen, nach oben und nach unten, nach rechts und nach links und genieße die Natur. Mein Scherchen habe ich dann wie immer dabei, um mir einen jahreszeitlichen Blumenstrauß zu pflücken... Und beim Schauen fiel mir immer wieder diese hochaufgerichtete Pflanze auf und ich guckte in mein Pflanzenbestimmungsbuch...
Sie wird Mädesüß genannt und als Wiesenköniging bezeichnet, weil sie solch einen überragenden Stand hat und sie ist eine alte Heilpflanze. Sie heißt so, weil sie nach Honig, Vanille und Bittermandel duftet. Die Germanen aromatisierten ihr Met damit und in alten Zeiten war sie eine Streublume. Die Fußböden der Behausungen wurden damit ausgestreut und beduftet, genauso wie Tanzplätze und Liebeslager. Mädesüß trägt auch den Namen Spirea und ich konnte nachlesen, dass sie Pate stand für ein weltweites Medikament, nämlich Aspirin, denn die Heilpflanze trägt den Wirkstoff Salicylsäure in sich. Mit Wasser, Zitronensäure und Zucker aufgekocht erhält man ein Sirup, das sich als Mittel gegen Kopfschmerzen eignet (Quelle: Kneipp). Aber natürlich ist mir nicht nur das Mädesüß ins Auge gesprungen, sondern auch diese ritzeratzerote Raupe, die Raupe des Weidenbohrers, einem Nachtfalter.
Und auch sonst war der Spaziergang nicht langweilig.... Fliegenpilze, Vogelscheuchen und der Augenschmaus des sich verfärbenden Laubes hielten meine Blicke immer wieder fest. Ach wie ist die Natur doch so schön und bereichernd!
Liebe Grüße von Cosmee

Montag, 2. Oktober 2017

Piep! Im Oktober.

Ups! Schon wieder ist ein Monat um und es ist Zeit für Piep! Im Oktober...
Wer im September auf einen prachtvollen Altweibersommer hoffte so wie ich, der wurde wohl ein bisschen enttäuscht. Aber am Sonntag ließ sich der Monatswechsel hin zu einem hoffentlich doch Goldenen Oktober gut an. Mich lockte das sonnige Wetter zu einem Ausflug in die Rhön. Der Oktober hat wie jeder andere Monat auch seine alten Namen: Windumemamoth oder später Winmanot...Weinlesemonat oder Weinmonat. Gilbhard im Altdeutschen als Hinweis auf das gelbe Laub oder auch Reifmonat, denn im Oktober beginnen die ersten Nachtfröste.
Die Melancholie kann im Oktober zum Begleiter werden; das fallende Laub und die Nebel, die sich jetzt über die abgeernteten Felder legen, der langsame Rückzug der Natur bringt uns in Gedanken an die Endlichkeit des Lebens. Der Himmel verändert sich und bleibt auch während der Schönwetterperioden dunstig. Am liebsten würde man die Wärme festhalten, die uns die Oktobersonne spendet.
Die Spätkartoffeln werden geerntet und auf dem Land säen die Bauern Wintergerste und Winterroggen aus. Die Herbstblüher sorgen noch einmal für letzte Farbenpracht, die Zuckerrübenernte beginnt. Doch lassen wir uns von dem Gedanken an die kommende Jahreszeit nicht schrecken sondern genießen die Natur bei Wind und Wetter. Viele Grüße von Cosmee

Montag, 4. September 2017

Wilde Blumelei: Der Hopfen

Heute hat mich das wunderschöne Wetter herausgelockt. Natürlich hatte ich mein Scherchen dabei, als ich mich auf den Weg in die Au machte. Denn das habe ich immer dabei und SCHNIPPSCHNAPP! hole ich mir die Jahreszeiten ins Haus. Und ich bin immer ganz gespannt, welche Pflanzen mich so ansprechen, dass ich sie mitnehme... Heute war es der Echte Hopfen mit seinen hübschen Blütenzapfen, der sich prächtig um einen Holunderbaum mit seinen glänzenden, tiefdunklen reifen Beeren wand... Und wie Ihr sehen könnt, habe ich daheim dann gleich ein kleines frühherbstliches Kränzchen mit grünen Eicheln daraus gebunden.
Interessant finde ich am Hopfen, dass er im Jahr 2007 die Arzneipflanze des Jahres wurde, aber bereits im Mittelalter aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung benutzt wurde, um äußere Hautverletzungen und Geschwüre zu behandeln. Paracelsus verordnete den Hopfen, der bis zu fünfzig Jahre alt werden kann, zur Heilung von Appetitlosigkeit und bei Verdauungsproblemen. In der germanischen Mythologie galt Hopfen als Fruchtbarkeitssymbol und als Zeichen für wiedererwachende Kraft und Lebensfreude. Alte germanische und keltische Völker glaubten daran, dass neben einem Hopfenstock vergrabenes Haar dem Träger dazu verhelfen könnte, kräftigen Haarwuchs zu erhalten. Heutzutage werden die getrockneten Blütenzapfen, zusammen mit Baldrian und Melisse, für beruhigenden und schlaffördernden Tee genommen. Hopfen ist auch ein wichtiger Bestandteil des Bieres und das wurde früher in allen Mönchsklostern gebraut, wohl weil der Hopfen dämpfende Eigenschaften hatte (ich konnte nachlesen: auch bei sexueller Übererregbarkeit). Na, wenn das kein Grund war.... Hopfenpflücker, die früher die Ernte von Hand machten, sollen dabei sehr müde geworden sein, wegen der einschläfernden Wirkung. Noch heute näht man getrocknete Hopfenblütenzapfen, vielleicht sogar gemischt mit Lavendel, in Kissen ein, um den Schlaf zu fördern. Am liebsten wächst der Hopfen in Auwäldern und wenn Ihr spazieren geht, werdet Ihr bestimmt auf die Pflanze treffen.
Viele Grüße von Cosmee

Freitag, 1. September 2017

Piep! Im September.

Ja, schon wieder ist ein Monat um und es ist Zeit für PIEP!. Merkt Ihr schon, wie es herbstelt, sacht und leise? An den Kastanienbäumen warten die reifen, igeligen Früchte, dass der Wind sie hinunterfegt und sie uns dann, aufgeplatzt, zum Sammeln auffordern, egal ob wir klein sind oder groß... Die Hitze der letzten Tage ist gewichen und die Temperaturen sind gesunken, die Nächte werden kühler.... Der metereologische Kalender sagt uns ab heute, der Frühherbst beginnt. Es ist wirklich kaum zu glauben, denn noch blühen die Sommerblumen um die Wette, aber sie zeigen verstärkt das Welken und schauen wir genau hin, dann sehen wir Samen, die wir nun abnehmen können, um sie für Aussaat im kommenden Jahr zu verwenden. Es ist ein ständiges Werden und Vergehen im Wechsel des Jahreslaufs. Der alte Name des Septembers lautete WITUMANTOH; HALEGMANOTH im Altgermanischen und im Althochdeutschen SCHEIDING (Schneiden). Und viele Menschen, so auch ich, mögen den September, denn es ist der Monat der Farbenfülle und des Erntereichtums. Ich gehe gern über unseren Gemüsemarkt und lasse mich von der ausliegenden Ware verführen.... und in der Natur erfreue ich mich an den bunten Wäldern. Ich mag auch gerne den frühen Morgen mit seinem milchigem Licht und seinen Bodennebeln, die sich heben wie ein Vorhang...um die Landschaft dem Blick langsam freizugeben...das entzückt mich immer wieder aufs Neue. Die Sonne scheint jetzt jeden Tag drei Minuten weniger und verliert ihre wärmende Kraft. Die Zugvögel werden sich langsam für ihren Abflug in den Süden sammeln und die Melancholie kann uns erfassen, wenn die ersten Wildgänse oder Kraniche am Himmel zu sehen sind. Ich konnte übrigens lesen, dass man bis ins 18. Jahrhundert hinein meinte, dass sich Zugvögel wie Lerche, Drossel, Schwalbe und auch der Kranich im Herbst im Grund von Seen vergraben. Viele Vögel sammeln sich an Gewässern, um über Nacht in den Süden aufzubrechen. Die Theorie der Schlammschläfer war eine weitverbreitete Erklärung für das plötzliche Verschwinden der Vögel. Am 23. September ist dann der kalendarische Herbstanfang, auf der Südhalbkugel beginnt das Frühjahr und uns erfreut ein hoffentlich schöner Altweibersommer. Ihr seht dann die Spinnfäden durch die Luft fliegen. Auf ihnen sitzen kleine Wolfsspinnen, die sich so auf die Reise machen (die Fäden stoßen sie übrigens durch ihren Hinterleib aus). Wenn wir das beobachten können, dann, so heißt es, ist mit einer beständigen Schönwetterlage zu rechnen. Die Menschen gaaaanz ganz früher glaubten, dass die Spinnfäden vom Kleid einer Göttin stammen, in frühchristlicher Zeit dachte man, dass die Fäden aus dem Mantel der Heiligen Maria stammten. (Quelle: Abendrot Schönwetterbot´ von Bernhard Michels)
Ich wünsche uns allen einen schönen September... Viele Grüße von Cosmee

Montag, 21. August 2017

Heute nehme ich Euch mit....

....zum letzten Tag der KUNSTWOCHE in Kleinsassen in der Rhön.
Diese Kunstwoche findet seit 1979 in dem kleinen Dorf Kleinsassen in der Nähe von Fulda statt und ist alljährlicher Höhepunkt dieses Malerdorfes, wie es sich nennt. Ab circa 1850 wurde dieses Dorf als Malerkolonie entdeckt. Das Bergmassiv der Milseburg (835 m) und die Landschaft der Rhön wurde für mehr als achtzig Maler aus den Akademien in München, Leipzig, Weimar... ein Anziehungspunkt, der viele nicht mehr losließ, so dass sie in Kleinsassen sesshaft wurden.
Malerei, Fotografie, Keramik, Patchwork, Schmuck, Floristik, Filzarbeiten und vieles mehr konnte bewundert und natürlich auch erstanden werden. Begleitend fanden künstlerische Workshops statt, die den Besuchern zum Mitmachen offen standen. Und nun schaut Euch meine gesammelten Impressionen des gestrigen Tages auf der Kunstwoche an....
Rund um das Dorf führen drei Malerrundwege, die Auskunft über die Landschaftsmaler geben. An verschiedenen Orten findet man Schilder, die so aufgestellt sind, dass sie zeigen, wo das jeweilige Kunstwerk entstanden sein könnte. So bekommt man einen guten Eindruck davon, welche Anziehungskraft die Landschaft der Rhön auf den Künstler ausübte. Ein Besuch lohnt sich also auch ohne KUNSTWOCHE. Viele Grüße von Cosmee

Donnerstag, 17. August 2017

Ich hab´ da mal eine Idee...

Genauso hatte ich es mir beim Nähen der vielen Frühchenquilts, die ich über zwei Jahre lang genäht und an die Städtischen Kliniken gespendet hatte, gewünscht. Nämlich dass eine Mutter eines Frühgeborenen meine Telefonnummer bekommt und erzählt und am Ende einen Quilt bestellt. Und so war es vergangene Woche und trotzdem --- ich war total perplex. Ob ich einen Babyquilt für ihre Freundin nähen könne, die ihr erstes Kind erwartet. Als Geschenk zur Geburt, eine schöne Idee, wie sie fand. Ich übrigens auch, nur hatte ich keine Quilts zum Zeigen. Und was kostet so ein Babyquilt? Nun, da war ich auch überfragt und ich tue mich auch wirklich schwer damit und stelle fest: ich bin so wenig Geschäftsfrau....Aber gesagt und getan! Zwei kleine Quilts sind entstanden, wobei der große ein kleiner wurde. Das hatte ich vorher auch noch nie gemacht, einen ganzen Quilt wieder aufgetrennt, um einen neuen daraus zu fabrizieren. Aber, es ist gelungen und ich habe mir wieder einmal beweisen können, wie geduldig ich doch sein kann....
Und nun, während des Nähens dieser Babyqilts, stellte ich fest, wie gerne ich es immer mag, die Stoffe zusammenzustellen, Blockmuster auszuwählen, auszuprobieren, zu nähen, um mich dann selbst am gelungenen Werk zu erfreuen.... Warum also nicht einen Flyer entwerfen, drucken lassen mit der Idee, Babyquilts in Eigenentwurf zu nähen und anzubieten.... tztztztz.... Ob das gehen würde? Spaß machen könnte es allemal. Wobei, ein Kritikpunkt wäre der Zeitmangel, intensiv dranzubleiben, es bliebe also nur ein Wochenende, um am Stück arbeiten zu können. Da muss ich noch mal überlegen... Habt Ihr selbst Erfahrung mit solchen Ideen gemacht? Viele Grüße von Cosmee

Freitag, 4. August 2017

Piep! Im August

Geht es Euch auch so? Ich bin im Entspannungsmodus und genieße die freie Zeit, lasse mich treiben, genieße meinen eigenen Rhythmus...Freiheit im Kleinen... Deshalb wende ich mich heute, mit ein paar Tagen Verspätung, dem Monat August zu. Sein alter Name lautete Aranmanoth, Arnodmanod: die Ernte wird eingefahren; es ist der Schnittmonat, die Schnitterzeit. Der August ist benannt nach dem Neffen von Julius Cäsar, der als erster römischer Kaiser den Namen Augustus, der Erhabene, annahm. Er hatte in jenem Monat die meisten seiner Siege errungen. Die Sonne zeigt durch ihr Scheinen noch mal die ganze Pracht der Blütenwelt und lässt sie leuchten. Und sicher habt Ihr gesehen, wie inzwischen die Felder aussehen (manch einer hat sich über Traktoren oder sonstige landwirtschaftliche Fahrzeuge geärgert, wenn sie im Schneckentempo vor einem herfuhren und noch fahren). Die Stoppelfelder zeigen, das die Getreideernte eingefahren ist und die Landschaft? Sie wirkt nun eintöniger als noch im vergangenen Monat. Doch dies ändert sich langsam, denn manche Flächen erscheinen nun blauviolett: der Bienenfreund blüht und gibt eine gute Bienenweide ab und weithin sind die Sonnenblumenfelder ein Augenschmaus. Die Mauersegler sind bereits Auf und Davon in südliche Gefilde und wenn Ihr horcht: die Vogelwelt wird immer ruhiger. Die Sonne zeigt noch einmal richtig, was sie drauf hat, bevor ihr Schein immer schwächer wird. Es heißt, dass sich beim ersten Augustregen die Hitze legt, tztzt, so sehr hatten wir ja nicht unter ihr zu leiden, oder? Das Wetter war doch sehr durchwachsen, aber...mir hat es gefallen, gefällt es immer noch. Die "Hundstage" gehen noch bis zum 22. August und nun beginnt das Sternbild des Löwen. Viele Grüße von Cosmee Quelle: Michels, Abendrot Schönwetterbot´

Wilde Blumelei. Der Rainfarn.

Seit einiger Zeit versuche ich mich beim Kochen an den Jahreszeiten zu orientieren und nutze in der Regel nur Gemüsesorten, die auch zur jeweiligen Jahreszeit tatsächlich zu haben sind. Ich orientiere mich dabei an einem Kochbuch, das mit leckeren Rezepten reich auftischt im Frühling, Sommer, Herbst und Winter (Von Cramm, Genuss aus der Heimat). Und weil ich mich dadurch intensiv mit den Jahreszeiten beschäftige, gehe ich auch mit offenen Augen durch die Natur und bewundere die Wildpflanzen, die ich beim Spaziergang oder bei einer Wanderung entdecke. Als junge Frau, ich war gerade mit Mann und Baby in ein Vogelsberger Dörfchen gezogen, ins eigene Fachwerkhaus, durchstreifte ich Wald und Wiesen, setzte Kräuteröle an, versuchte mich an Ziegenfrischkäse und...und...und. Doch dann zog ich in mein hiesiges Städtchen, studierte und lebte ein eher (klein)städtisches Leben und vergaß meine damalige Vorliebe. Doch nun entdecke ich wieder mein Interesse an dem Wildwuchs der Natur und möchte Euch gerne, in unregelmäßiger Folge, von meinen Entdeckungen berichten. Ich will Euch ein bisschen mit der Natur erfreuen und zeige Euch meine "Wilde Blumelei".... Vielleicht entdeckt Ihr dann auch die eine oder Pflanze, die Euch bisher gar nicht bekannt war. Immer wieder fällt mir diese Pflanze in diesem Sommer ins Auge...ist sie Euch auch schon aufgefallen? Jedes Jahr Ende August, Anfang September stach sie mir ins Auge und dann bedauerte ich den Abschied vom Sommer, denn ich verband ihr Erscheinen immer mit dem nahenden Herbst. Und ich habe falsch gedacht, denn die Blütezeit dieser Pflanze beginnt bereits im Juni, aber da stehlen ihr einfach die freundlichbunten Sommerblumen die Schau, weil die Natur nicht mit prächtigen Farben geizt während der Sommerzeit. Aber um welche wilde Pflanze handelt es sich denn nun?
Es ist der Rainfarn, eine Heil- und Giftpflanze, auch Wurmkraut genannt. Bis weit in den September hinein blüht er mit leuchtend gelben Blütenknöpfchen und gefiederten Blättern. Er wächst am Waldesrand, Wegen und Dämmen und enthält ätherische Öle. Das getrocknete Kraut riecht so intensiv, dass sich damit Läuse, Mücken und Mäuse vertreiben lassen, so heißt es. Getrockneter Rainfarn wird gerne auch von den Imkern als Rauchmittel verwendet und wurde früher in den Häusern ausgestreut, um Ungeziefer fernzuhalten. Außerdem eignet sie sich auch zum Färben, vielleicht hat ja die Eine oder Andere von Euch bereits Erfahrungen mit diesem Kraut gemacht.... Die geschnittene Pflanze eignet sich wunderbar für die Vase und für Trockengestecke und wie Ihr sehen könnt, macht sie tatsächlich zusammen mit Wiesenknopf, Mädchenauge und Ringelblume eine gute Figur im alten Humpen vom Flohmarkt. Viele Grüße von Cosmee

Donnerstag, 3. August 2017

Einfach gefragt...

Redet Ihr eigentlich auch manchmal mit Eurer Nähmaschine? Ich habe meine kleine Pfaff jedenfalls gefragt: "Traust Du Dir zu, den Babyquilt aufs Ordentlichste zu nähen, ohne Gepolter und Gehänge und Geschiebe?" Denn bevor ich meine Bernina hatte, war ich immer unzufriedener geworden mit den gequilteten Nähten. Teilweise waren sie verschoben und knubbelig geworden, vielleicht waren die Quilts einfach zu groß... (und ich kannte noch keine Quilthandschuhe. Außerdem ist es eine Mechanische ohne Schnickschnack und leider auch ohne Obertransportfuß). Das Probeteil hat sie dann anstandslos hinbekommen und nun habe ich begonnen, den Babyquilt zu quilten. Die erste Naht ist gelungen, also, die kleine Hobby-Pfaff strengt sich wirklich an. Gut gemacht! Trotzdem warte ich sehnsüchtig auf Mrs B., doch der Nähmaschinenreparateur lässt sich Zeit... Meine Nachfrage gestern ergab nach fast zweiwöchiger Wartezeit: er ist am Umziehen, hat Stress und der eigentliche Techniker ist bereits die fünfte Woche krank. Nun muss der Arme zwischendurch selbst reparieren...na hoffentlich macht er es ordentlich und denkt dabei nicht an gepackte Umzugskisten... So, ich quilte mal weiter, mal sehen ob die zweite Naht auch so ordentlich gelingt.... Liebe Grüße von Cosmee

Dienstag, 1. August 2017

Heute nehme ich Euch mit nach.....

Greetsiel in Ostfriesland.....("Ah, Du fährst ins Rüdesheim des Nordens", kommentierten die Kollegen...)
Ich will es Euch nicht vorenthalten... Mein unbedingtes Wunschurlaubsziel war dieser doch sehr touristische Ort für mich nicht! Wir hörten aus dem Mund eines sehr betagten nahen Menschen den mit Seele hervorgebrachten Wunsch "Einmal ans Meer!" und handelten im Januar sogleich, denn wer weiß....! Unser aller Leben ist endlich und ich überlegte, wohin...Seniorengerecht sollte es sein, abwechslungsreich und in Bewegung....flach auch für gehbehinderte alte Menschen und holla! Ich fand auf Anhieb dank Internet eine wunderschöne Ferienwohnung mit Terrasse, direkt am Deich. Sehr empfehlenswert für Menschen, die ältere Angehörige haben und mit ihnen einen Urlaub, vielleicht den letzten, verbringen wollen. Sehr schön, denn nicht mitten im Getriebe, dass schon sehr während der Hauptsaison aufkommt. Nun aber, die Situation entwickelte sich entgegen der Planung, denn wir reisten dann letztendlich unser Ferienziel ohne Begleitung an.... und ich entdeckte den Liebreiz dieses Ortes., Erholung eingeschlossen...
Nun habe ich natürlich nicht die Postkartenidylle des alten Fischerdörfchens Greetsiel mit zweitausend Einwohnern und im Sommer gefühlt unbeschreiblich mehr abgebildet....sondern Impressionen, die ich eingefangen habe....Wer mehr über Greetsiel wissen möchte, auch geschichtlich, der schaut einfach im Netz....Mir hat es jedenfalls gut gefallen und ich war sehr froh, dass ich ausschreiten und genießen konnte. Dieses Dorf ist besonders behindertenfreundlich und von daher wirklich empfehlenswert für Menschen mit Handicap, Seniorinnen und Senioren aber auch für den Familienurlaub mit kleinen Kindern. Und: die Nordsee ist nicht weit, die Inseln wie zum Beispiel Juist, Norderney, Langeoog....mit der Fähre zu erreichen. Und ich habe noch Urlaub und den verbringe ich in meinem wunderschönen kleinen Städtchen.... Liebe Grüße von Cosmee PS. Den NABU gibt es vor Ort und bietet viele naturkundliche Führungen an, ein echtes Highlight...