Freitag, 23. Juni 2017

Max und Martha. Berlin.

Da hatte ich ja eine Idee, hups! Ich war so sehr begeistert von der Villa Liebermann am Wannsee, dass ich sie Euch unbedingt zeigen wollte. Besonders diesen wundervollen Garten, der mich, bereits verblüht im November, inspiriert hat, im Sommer noch mal wiederzukommen, um ihn in ganzer Pracht zu sehen. Und ich wollte Euch von Max Liebermann erzählen. Ein großes Unterfangen, denn ich bin ja keine Kunsthistorikerin. Mich hat das Schicksal dieses Malers und seiner Frau Martha im Nationalsozialismus ziemlich berührt. Er hat seine Villa am Wannsee als Sommerhaus genutzt und gemeinsam mit einem Gartenarchitekten den Garten angelegt. Durch seine Malerei wurde er sehr berühmt. Max Liebermann vertrat die Kunstrichtung des Impressionismus und war Präsident der Akademie der Künste. Er trat aus Protest zurück, als die Nationalsozialisten immer mehr Einfluss nahmen. Seine Frau Martha, die ihn überlebte, wurde traktiert durch die Nationalsozialisten, die ihr eine Emigration nach Schweden oder in die USA zu ihrer einzigen Tochter durch unrealistische finanzielle Forderungen, einer Reichsfluchtsteuer, unmöglich machten. Sie verlor dadurch unter anderem die Villa am Wannsee. Bevor sie deportiert werden sollte in das Konzentrationslager Theresienstadt, nahm sie eine Überdosis an Schlaftabletten und verstarb in einem jüdischen Krankenhaus. "Dazu macht man mir von allen Seiten Angst wegen Abtransport!" Nur noch eine kurze Nachricht konnte sie 1943 an ihren Vertrauten, den Bankkaufmann Erich Alenfeld richten. Sie wurde 85 Jahre alt. Welch ein Schicksal, wenn ich darüber nachdenke, dann werde ich ganz traurig. Auf YouTube könnt Ihr Euch die Villa in voller Pracht ansehen, meine Fotos sind nicht so gelungen. Aber Berlin kann auch anders! Wie glücklich war ich, meine Lieblingstochter zu treffen und nach Kreuzberg einen weiteren Stadtteil, nämlich Prenzlauer Berg, intensiv zu erkunden.
Wie sehr gern hätte ich jetzt die Liebermann-Villa hier plaziert, aber puhhh! Es will einfach nicht klappen. Aber dafür gibt es ja das Internet. Schade eigentlich. Ich schicke Euch liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 18. Juni 2017

Im Bann von...

Berlin bin ich. Noch keine Stunde wieder daheim und wieder zurück in der kleinen Stadt.... Mitgebracht habe ich mir eine altmodische Laterne, erstanden in der Villa von dem bekannten Maler Max Liebermann am Wannsee. Dort habe ich intensiv den Garten erkundet. So was von schön.
Seine tragische Geschichte erzähle ich euch noch. Heute lege ich nach fast sieben Stunden Fahrt zurück in vielen Staus erst mal die Füße hoch und schwelge. Liebe Grüße von Cosmee

Donnerstag, 1. Juni 2017

Piep! Im Juni.

Ich mag Natur: die Blumen, das Vogelgezwitscher, die Mauersegler...auf die habe ich sehnsüchtig gewartet und nun erfreuen sie mich tagtäglich mit ihren Rufen und ihrem schneidigen Fliegen hoch am Himmel und durch die Häuserschluchten...Glücklich bin ich in diesem Monat. Die Rosen beginnen zu blühen und das Gras unter den nackten Füßen fühlt sich ganz besonders an...es ist Sommer! Genau genommen beginnt heute, am 1. Juni, der metereologische Frühsommer. Ich liebe unsere Jahreszeiten sehr und ich halte auch immer Ausguck nach den Zeigerpflanzen, die mir verraten, wann welche der Jahreszeitphasen beginnen, derer wir eigentlich tatsächlich viele haben, beginnen. Denn eingeteilt werden kann das Jahr nicht nur in Frühling, Sommer, Herbst und Winter, nö...es wird noch ausführlicher, nämlich: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling. Und Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer. ...Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Na, und schließlich der Winter. Der ist ganz einfach Winter. Aber an den will ich ja nun mal gerade gar nicht denken. Denn ich bin noch ganz verzückt vom Mai und nun auch noch vom Juni! Wie dieser Monat riecht! So füllig, das erste Heu wird gemäht und die Rosen duften verführerisch, puh wie schön!! Das Vogelgezirpe ist wunderbar, die Kleinen werden flügge und starten ihre Flugversuche. Vor ein paar Tagen habe ich eine Drossel gesichtet, die ihr Junges am Boden gefüttert hat, dass machte mich ganz ehrfürchtig. Unsere Natur! Sowas von schön und erhaltenswert. So wertvoll, so bereichernd für Seele und Geist! Nun, ich schweife ab, wollte ich Euch doch über den Monat Juni berichten. Nun denn! Dieser Monat hat einen alten Namen: Brachmanoth, Monat des ersten Pflügens. Zu früherer Zeit pflegte man die Dreifelderwirtschaft. Ein Drittel der Flur blieb nach der Ernte Stoppelweide und wurde erst im kommenden Juni wieder gepflügt und für die Winterfrucht vorbereitet. Aber auch Rosenmond, Johannismonat wurde er genannt. Der Juni wurde bei den Römern nach der Himmelsgöttin Juno (Gattin des Göttervaters Jupiter) benannt. In diesem Monat erreicht das Pflanzenwachstum durch den Wechsel von Sonnenwärme und Regen den Höhepunkt. Und viele Pflanzen erreichen ihren Reifezustand. Wenn der Juni zu trocken wird, dann kann man einen Wachstumsrückstand beobachten, jedoch nicht beim allseits beliebten Giersch ;-) Tja, und im Juni entscheidet sich denn auch, ob der Sommer trocken oder nass wird. Wir kennen die Wetterregel vom "Siebenschläfer" (27.6.). Wenn es häufig in der letzten Juniwoche regnet, dann setzt sich feuchte Westströmung durch und Regenwetter wird unser Begleiter sein trotz schöner Tage. Erinnert Ihr Euch noch an das Geflimmer der Glühwürmchen in der Nacht? Sowas von romantisch, die gibt es kaum noch. Aber die Junikäfer, hach, die liebe ich mit ihren sieben Punkten... Wenn ich durch unsere Aue laufe, dann sehe ich den Entennachwuchs und die kleinen Schwäne, höre das Froschgequake und sehe die Kaulquappen im Teich. Die Natur ist wirklich ein Wunder...selbst ich als (Klein)Stadtbewohnerein kann täglich meiner Lust auf Natur fröhnen...und das ist gut so, denn sie, unsere prächtige Natur, wenn Ihr in Euch hineinspürt, wenn Ihr draußen seid, tut unglaublich wohl. Ich schicke Euch liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 28. Mai 2017

Tipptapp

Hach, wenn diese Schühchen bald schnuckelige Babyfüßchen schmücken! Ich konnte nicht daran vorbei gehen, als ich sie im Schaufenster eines kleines Lädchens um die Ecke entdeckte...Denn bald gibt es Nachwuchs in meiner großen weit verstreuten Familie. Bei einem Stadtbummel am Freitag, den ich als Brückentag nutzte, durch die Altstadt von Aschaffenburg.....
...entdeckte ich, wie konnte es anders sein, natürlich auch einen Patchworkladen. Und weil ich den werdenden Eltern zur Geburt ihres Kindes einen Quilt versprochen habe, da machte es mir großen Spaß, Stoffe dafür auszuwählen. Ob es ein Mädel oder ein Bübchen wird ?...Die Eltern in Spe wissen es selbst nicht und lassen sich überraschen und so wählte ich türkisfarbene Stoffe aus mit einem Schliff Kindermotive. Fürs Babylein zum Gucken und zum Entdecken. Nun liegen die Stoffe bereit und ich freue mich sehr aufs "Anschneiden".
Viele Grüße von Cosmee

Donnerstag, 18. Mai 2017

Mach' mal halblang...

...und das habe ich heute, wie jeden Arbeitstag, wenn es das Wetter zuläßt, so wie heute frühsommerlich warm ist und die Sonne scheint, gemacht. Rausgegangen, gemütlichen! Outdoorstuhl aufgeklappt, Schuhe ausgezogen, Füße ins Gras gestreckt und in den Himmel geguckt... Nee, nicht nur, denn in meiner Mittagspause, eine halbe Stunde lang oder auch kurz, wie man will... lese ich unglaublich gern Eure Blogs (aber auch morgens kurz nach 6, beim ersten Kaffee und der oberflächlichen Lektüre meiner Heimatzeitung). Und ich freue mich immer sehr über Eure Posts, die mir die Mittagspause sozusagen versüßen. Um so mehr bin ich immer sehr erfreut, wenn Ihr fleißig postet, hihi. So richtig Zeit fürs Kommentieren ist dann doch nicht...Aber um so lieber schicke ich Euch heute liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 7. Mai 2017

Ich mach' blau

... und zwar hier, jeden Dienstag... in der
Nach einigen Jahren Abstinenz von Pilates (ich bin übrigens unbedingt überzeugt von dieser Methode)habe ich mich wieder angemeldet. Schulter- und Rückenprobleme ließen mich daran erinnern, wie gut mir das immer getan hat, immerhin übte ich Pilates über fünf Jahre aus .... Mein Beckenboden war gefestigt und auch Hexenschuss bekam ich nicht mehr. So denn, nach meiner Krankschreibung wegen Rücken meldete ich mich gleich wieder an, ab nächster Woche werde ich regelmäßig zweimal in der Woche trainieren. Und ein Physioband habe ich mir auch angeschafft...ich will meinen Körper wirklich wertschätzen...Wenn Ihr mich hättet sehen können, wie ich immer schlapper wurde, meine Haltung, zum Dahinsiechen....Und nun merke ich erste Erfolge. Also, Ihr lieben Leserinnen (und vielleicht Leser?), es lohnt sich, mit seinem Körper Du auf Du zu stehen.....Sag ich, immerhin nicht mehr die Jüngste Seid lieb gegrüßt von Cosmee, gleich wieder auf der Matte, hihi

Montag, 1. Mai 2017

Piep! Im Mai.

Die Monatsbedeutungen finde ich immer wieder sehr interessant, ich bereite mich gedanklich auf den kommenden Monat vor und gehe mit neuem Blickwinkel durch die Zeit des Werdens und Wachsens.
Der altgermanische Name dieses Monats lautete Mojemamoth, im Altdeutschen wurde er Wunnimamoth zum Beispiel genannt. Später dann fand eine Umdeutung statt und er wurde Wonnemond genannt. Die Goten nannten den Mai Winja für Weide und Futter. Und sagt, ist er nicht auch eine Augenweide und gibt uns Augenfutter, der Mai? Erweckt er nicht unsere Lebensgeister und ruft uns zu: "Endgültig! Der Winter ist vorbei!" ? Während wir auf Sonne und Wärme hoffen, wünschen es sich die Bauern eher trübe und nass, denn das ist das beste Wetter, damit sich die Saat auf den Feldern entwickeln kann. Und noch kann es zu Kälteeinbrüchen kommen. Wer kennt sie nicht, die Eisheiligen mit der Dame "Kalte Sophie"? Sie platzen mitten in die Obstblüte und richten dann erhebliche Schäden an.....Und was tut sich noch so im Mai? Die Bienen schwärmen, um neue Völker zu bilden (wenn der Imker nicht aufpasst), die Schmetterlinge (zum Beispiel der bekannte Schwalbenschwanz) befreien sich aus der Verpuppung, die Libellen schlüpfen...der Maikäfer wartet unter der Erde auf wärmende Sonnenstrahlen, Schwalben und Mauersegler kehren zum Nisten zurück. Und uns drängt es nach Draußen...
Ich habe heute auf Schloss Adolphseck den ersten Feldblumenstrauß gepflückt und in der frischen Luft "gebadet". Im Städtchen selbst ist ordentlich was los und ich höre, während ich diesen Post schreibe, ständig das Martinshorn...Bienengesumme und Hummelgebrumme ist mir aber doch viel lieber. Ich wünsche Euch einen schönen 1. Mai. ...und es ist Zeit für meinen genähten Rosenrock...
Liebe Grüße von Cosmee Quelle: Abendrot Schönwetterbot´von B. Michels

Donnerstag, 27. April 2017

Dachbodenfund

Wie alt dieses Puppenbauernbett wohl ist? Vor langer Zeit habe ich es für die Lieblingstochter auf einem Vogelsberger Flohmarkt erstanden und nachdem es nicht mehr interessant war, landete es auf dem Dachboden und ward vergessen. Aber nun, so viel hatte sich im Lauf der Jahre angesammelt, entschloss ich mich, endlich mal klar Schiff zu machen, denn wir haben nicht so viel Stauraum zur Verfügung. Und siehe da, dort stand es, das alte Puppenbett. Angestaubt...und immer noch sooo schön! Und heute hatte ich Zeit, viel Zeit und ich schnappte es mir, nahm Maß und nähte die Bettgarnitur, Matratze...Kissen und Decke mit Inlett und einen kleinen Quilt. Und nun steht es da und wartet auf neue Spielkameraden. Liebe Grüße von Cosmee

Sonntag, 16. April 2017

Kaninchenosternschnief

Ich will nicht über diese üble derzeitige Weltlage nachdenken, nein. Ich möchte mich an unsere Lilli (ursprünglich Klara, dann Klärchen, dann Klärlilli und dann Lilli) erinnern, unseren Osterhasen, der uns so viel liebe Momente ins Leben gebracht hat. Auch zu Ostern. Sie hat sich arg abgemüht immer, sie wurde neun Jahre alt, uns die Eier zu bringen, selbst gefärbt und rein biologisch. Und nein: sie hat die Eier nicht selbst gelegt, aber den befreundeten Hühnern, mit denen sie manchmal das Futter teilte, abgehandelt. Kurz bevor unsere Häsin, so was von geliebt, das Zeitliche segnete, hat sie uns das geflüstert. Und auch, das sie sich, nicht nur zur Osterzeit, sondern in all den vielen, neun Jahren, sich sehr aufgehoben gefühlt hat. Meine allerliebste Lilli, wir werden Dich nie vergessen. Frohe Ostern! Liebe Grüße von Cosmee

Mittwoch, 12. April 2017

Heute nehme ich Euch mit nach...

... Büdingen..... Ich verrate Euch was. Fernsehschauen ist bei mir eigentlich kein Thema (Ausnahmen bestätigen die Regel) und doch, ich habe eine absolute Lieblingssendung in unserem Regionalfernsehen, dem Hessischen Rundfunk: den Hessentipp. Nicht nur, dass es mir der Moderator angetan hat, weil er die Sendung so persönlich und lebendig gestaltet und zudem er auch noch sehr sympathisch rüberkommt (fast schon attraktiv...psssst! Nicht verraten)...Nö! Ich lerne durch diese Sendung meine Heimat Hessen erst richtig kennen, gemütlich auf dem Sofa. Aber dass heißt ja nicht, dass es so bliebe. Nö! Interessanten "Tipps für Trips" reise ich einfach schlichtweg nach, so auch dieses Mal.... Und ich war sowas von überrascht, denn wenn ich auf dem Hinweisschild Büdingen nur las, dann erschien mir das immer sehr nichtssagend. Irgendwann bin ich mal durchgefahren, und dachte: nix wie weg. Sowas von langweilig, was sich mir da bot rechts und links der Bundesstraße. Aber dann: dank dieser Sendung mal abgefahren und eingetaucht...Büdingen liegt an der Deutschen Fachwerkstraße, am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes, ungefähr fünfunddreißig Kilometer von meiner Geburtsstadt Frankfurt am Main entfernt und circa siebzig Kilometer von meiner Heimatstadt Fulda entfernt.
Das kleine aber feine Städtchen Büdingen, der historische Stadtkern, absolut sehenswert...Fachwerk gepaart mit altem Sandstein, die Häuser datiert aus dem 15. Jahrhundert und noch älter. Wie sehr ich solche historischen Flecken liebe, der Gedanke, das Urgenerationen so wunderschön gebaut haben, ihre Hände den Sandstein gestreichelt haben so wie ich es getan habe, puh, da kriege ich Gänsehaut.
Eine Zeitreise würde ich dann am liebsten unternehmen...mal reinschnuppern ins Mittelalter.... Natürlich habe ich Euch Bilder mitgebracht...aber die Historie dieser Stadt enthalte ich Euch vor, dafür setze ich einen Link...würde vielleicht zu langatmig und lehrmeisterlich :-)..... Ein Besuch dieser Stadt mit Schloss und dem dramatischem Ende des Fürsten, der in unserer Zeit absolut verarmte und nur noch seinen wohlklingenden Titel hat, lohnt sich, wenn Ihr mal vorbeikommt, allemal.
Viele Grüße von Cosmee PS. Habt Ihr auch solche Schwierigkeiten, Fotos zu veröffentlichen? Ich kriege, wenn ich sie hochlade, nur noch Buchstabenzahlensalat zu sehen und kann auch mit der Schrift oder mit einem Link nix mehr hervorheben. Deshalb sorry für dieses Layout, ich hätte es gerne besser gemacht.

Samstag, 1. April 2017

Piep! Im April.

Na, auch reingefallen heute? Ich schon frühmorgens beim Zeitunglesen, bei frisch aufgebrühtem Kaffee im Bett. Ihr müsst wissen, dass unsere Heimatzeitung immer direkt vor unsere Haustür geliefert wird. Ein paar Schritte und schon halte ich die Neuigkeiten der Welt und auch meiner Stadt in der Hand... Und heute früh konnte ich lesen, dass eine Seilbahn gebaut wird auf unseren Hausberg, den Frauenberg. Nun, könnte ja sein, hier gibt es innovative Kräfte, die Stadt verändert sich... Hach, fast wäre ich reingefallen und bin nicht der Einladung gefolgt, mir die Planskizzen dieses Projekts anzuschauen im "antonius-Café" an St. Kathrin. Aber die Vorstellung, dass sich wirklich Leute aufgemacht haben, um sich zu informieren, die amüsierte mich köstlich am frühen Morgen. April! April! Und sonst so, Du lieber April? Wie lange haben wir darauf gewartet, dass Du die Erde mit Deinem grünen Kleid überziehst! Bereits in den Wintermonaten haben wir davon geträumt... und mit Vorfreude wurdest Du erwartet... FRÜHLING! Aber es gibt Abstufungen, die sich an den jeweiligen Blüten orientiert: Vorfrühling, der mit dem Stäuben der Haselnuss zum Beispiel beginnt...und mit der Blüte des Schneeglöckchens als erster großer Frühlingsbote, den Huflattich mit seinen Knöpfchenblüten, auch von der Autobahnauffahrt aus zu erkennen, will ich nicht unerwähnt lassen. Der Erstfrühling dann, von Ende März bis Mitte April, der belebt die Natur wie ein Feuerwerk, Ihr beobachtet es sicher auch, was sich in der Natur, in Euren Gärten, so tut und seid erfreut. Die markanteste Beobachtung ist nun die Entfaltung der Stachelbeere....Und nun wird auch das erste Vieh auf die Weide getrieben. Ich habe mich ganz dolle gefreut, als ich die ersten Kühe gesehen habe bei einer Fahrt durch unsere Rhön! Was folgt ist dann der Vollfrühling, der geht von Mitte April bis Ende Mai....doch nun genießen wir erstmal den Anfang des Frühlings und schauen nicht soweit voraus....
Sein alter Name, der des Aprils, hieß übrigens Ostaramanoth altgermanisch und wurde abgeleitet von Ostara, der alten Germanengöttin Ostara, Göttin des aufsteigenden Sonnenlichts oder auch Göttin der Morgenröte. Liebe Grüße von Cosmee

Samstag, 25. März 2017

Rundumblick

Ich lebe ja, wie Ihr wisst, in einer relativ kleinen Stadt in Osthessen, mit dreiundsechzigtausend Einwohnern. Der Stadtkern ist barock und in einem alten Teil dieser Stadt lebe ich und liebe es. Nun muss man sich nicht denken, dass ich in eine große Stadt fahren muss, um an Nähfutter zu kommen...
Nö! Ich habe alles um die Ecke und ich sage Euch, ich liebe diese kleinen inhabergeführten Fachgeschäfte sehr. Einige davon gibt es schon seit Generationen, wie zum Beispiel das Knopflädchen, die Stoffburg oder auch das Tuchlager Ruhl. Alles das kann ich zu Fuß erreichen und die Geschäfte liegen direkt um die Ecke, fünf Minuten maximal entfernt. Wenn mir also mal das Garn ausgeht, oder ich mit einem Schnitt nicht klarkomme, der Reissverschluss hakt oder die letzte Nadel abbricht...--- kein Problem...!
Na klar, ich könnte auch in die umliegenden Kaufhäuser gehen und mir dort das Vlies fur meine Patchworkarbeiten und die Garne dazu besorgen, aber wollen wir nicht auch besonders die kleinen Ladengeschäfte an unseren Wohnorten unterstützen, die für so viel Flair in einer Stadt sorgen und ihr das Gesicht geben? Kaufhausketten können das nicht, finde ich. Und seit heute bestelle ich meine Bücher auch nicht mehr bei A*****, sondern beim Buchhändler um die Ecke, der liefert auch frei Haus, sogar mit einem echten Boten. Ich liebe das und mein Städtchen ganz besonders. Liebe Grüße von Cosmee

Dienstag, 14. März 2017

Schlicht kam er rüber....

---und deshalb kein besonderes Foto. Einen Babyquilt hatte ich versprochen....Und genäht. Ohne Fantasie, ich habe einfach eine Stoffserie genommen in den gewünschten Farben gelb, grün, orange. Das Orange habe ich weggelassen, da hatte ich mich verkauft...Stoff mit Dehnung landete auf meinem Nähtisch. Nicht aufs Etikett geschaut, nur auf den Preis und der hatte mich gelockt. Und das geht ja gar nicht. Patchworkstoff mischen mit Sowas! Nun liegt der Stoff hier, gleich ausrangiert... Wellnessfleece habe ich für die Rückseite gewählt,ganz weich, aber ob ich das nochmal mache?. Ich dachte während des Nähens, oweh, dieser Quilt ist echt im Eimer. Verzogen...Und dann wollte ich Freihand quilten, puh, nach fünfhundert Stichen habe ich es sein lassen und wieder aufgetrennt...fast in die Ecke geschmissen (so eine Geduld wie Nana habe ich echt nicht, winkewinke)....Aber er ist trotzdem schön geworden, schlicht halt. Einhundertfünf Zentimeter im Quadrat...Die junge Mutter hat sich gefreut und das ist doch die Hauptsache, gell! Liebe Grüße von Cosmee

Mittwoch, 1. März 2017

Piep! Im März.

Hui, das ging doch schon flott oder? Kaum hat das Jahr angefangen, schon isses März, der Winter ist metereologisch vorbei seit dem 1. März und der Frühling hockt im Startloch. Juchhuuuu! Nur, bei uns ist nicht viel zu merken, es ist kalt und regnerisch-trüb und manchmal grieselt auch noch ein bisschen Schnee. Wobei, wenn ich genauer hinschaue auf meinen Spaziergängen, dann sehe ich schon Krokusse, Schneeglöckchen und Winterling sprießen. Und sonst so, lieber März, was bringst Du uns mit? Na, zunächst Deinen Namen, MÄRZ. Früher wurde dieser Monat Blidemamoth gerufen, dass ist altgermanisch. Oder auch althochdeutsch "Lenzing", abgeleitet von "Längung, langer Tag". Na, und das ist doch offensichtlich, morgens wird es früher hell und das tut wirklich gut. Nun bleibt es mit jedem Tag drei Minuten länger hell. Die Lebensgeister werden wach, wir schütteln den Winter ab. So ist also der März der Steg vom Winter zum Frühling. Überall beginnt es zu knospen: Haselnuss, Weide und Erle beginnen zu blühen und bieten den Bienen erste Nahrung. Der Boden erwärmt sich langsam und wird mit zahlreichen Frühblühern bedeckt. Und zu hören sind sie, die Vögel - endlich! Zunächst erst etwas zaghaft zwitschern sie morgens in der Dämmerung, hört Ihr sie auch? Die in Formation fliegenden Kraniche sind am Himmel zu sehen, wenn sie uns überfliegen und Kiebitz, Singdrossel, Feldlerche und Star kehren als Frühzieher zurück und auch Hausrotschwanz, Störche, Zipzalp und Bachstelze kommen an. Nun, wir dürfen uns aber nicht zu früh freuen, denn immer noch ist der Winter dabei, sich selbst einzuladen und gibt bei aller Frühlingsfreude den Störenfried. Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann empfehle ich Euch das Buch von Bernhard Michels, Abendrot Schönwetterbot aus dem BLV Verlag, das mir auch als Quelle dient und sehr sehr lesenswert und informativ ist. Viele Grüße von Cosmee

Samstag, 25. Februar 2017

Putzen mit Moschino

Ich musste wirklich arg schmunzeln, als ich im Schaufenster unserer Parfümerie in der Marktstraße diese Schaufensterdekoration sah...Die Vorstellung, dass dieses doch für ein Parfüm ausgefallene Flakon im Bad steht und man aus Versehen damit beginnt, zum Beispiel die Fenster zu putzen, eben weil der Inhalt so schön blau ist.... Dieser Gedanke, den ich vor dem Schaufenster hatte, brachte mich arg zum Kichern...habe ich vielleicht sogar in diesem Moment ein Selbstgespräch geführt? Hm, möglich ist es.... Mannomann, der Frühjahrsputz, er scheint ja wirklich ein großes Thema zu sein, denn auch in meiner Heimatzeitung konnte ich dieses lesen:
Wenn ich das alles am Stück arbeiten wollte, dann müsste ich mir eine Woche Urlaub nehmen. Aber im Artikel wird geraten, den Haushalt, das bisschen Haushalt, scheibchenweise zu pflegen. Und das regelmäßig. Wie macht Ihr das denn? Alles auf einen Schlag oder häppchenweise? .... Ob ich einen Putzplan schreibe, von wegen gerechter Arbeitsteilung? Ach, da kommt gerade der liebe Ehemann vom Boulespielen, selbst im Winter treffen sich hier die Leute am Wochenende im Schlossgarten und lassen die schweren Eisenkugeln rollen....Na, damit isses nun vorbei denn: der Hausputz ruft! Viele Grüße von Cosmee, mit dem Staubtuch in der Hand

Samstag, 18. Februar 2017

Spätzünder.

Wie sehr wollte ich immer so ein kleines Kosmetiktäschchen nähen. Auf Euren Blogs zeigtet Ihr so oft so schöne Variationen...als Mitbringsel, zur Verlosung, zum Selbstgebrauch....(ich habe sogar mal eins gewonnen und ein wunderschönes Täschchen zum Geburtstag bekommen, das Navi steckt nun drin) Ich habe es nie so richtig hingekriegt, bis ich dann vor einigen Wochen endlich bei Frau Tulpe einen Schnitt für ein simples Kosmetiktäschchen bestellte. Na, von wegen simpel, ich anleitungsresistente ewige Nähanfängerin, tztztztz. Gefühlte zehn Mal habe ich das einfache Täschchen nähen müssen, bis es klappte: der Boden traf Naht auf Naht, der Reißverschluss passte sich ein und flutschte beim Auf- und Zuziehen. Und ich fragte mich: sollte ich nicht auch sonstige Schnitte erst mal ins Unreine nähen, bevor ich den gewünschten Stoff zerschneide? Der Gedanke, ich kaufe mir für meinen Blusenschnitt "Frau Aiko" supertollen Stoff und kriege es auf Anhieb (und so wird es der Fall sein, wie ich mich beim Nähen so erlebe)...nicht hin, verbasele es...würde mich rasend machen und alles in die Ecke donnern. Wie macht Ihr das denn? Näht Ihr das gewünschte Teil erst ins Unreine, vielleicht mit Nessel und dann erst macht Ihr Euch an die Reinarbeit? Mit meinen immerhin fünf schön gewordenen Täschchen bin ich ganz glücklich und drei davon haben schon ihre Reise mit der Post angetreten und sind verschenkt. Und das macht mir dann besonders viel Freude, wenn ich es auch wieder hergeben kann. Liebe Grüße von Cosmee

Donnerstag, 16. Februar 2017

Auf Hochtouren...

...verläuft mein Leben. Während sich in die wohlverdiente Pension oder Rente verabschiedet wird in der Nachbarschaft und auch im Freundeskreis...ja, da arbeite ich noch weiter Vollzeit die nächsten Jahre und ich frage mich: Was habe ich falsch gemacht? Sonderbar, denn meine Arbeit war mein Leben und nun? Für eine Midlife-Crises bin ich ja schon viel zu alt, was ist es nur? Als ich Sechzig wurde, da hat es in mir "Click" gemacht und ich merkte, hey...lass gut sein und habe berufliche Verantwortung an Jüngere abgegeben... "Verhalten Sie sich ruhig", sagte meine Ärztin und schrieb mich eine ganze Woche krank. Früher habe ich mich dagegen oft gewehrt und ging krank zur Arbeit, wie aus Protzerei...schaut her! Nennt man das nicht auch Raubbau am Körper betreiben? Und nun: wohlgemut stecke ich die Krankmeldung in den Umschlag und ab die Post. Ich genieße den Prozess der Genesung, ich liebe es zu spüren, wie die Lebensgeister wieder zurückkommen und meine Energie nach der Krankheitsphase stetig steigt. Ruhehalten, das geht auch an der Nähmaschine.... Liebe Grüße von Cosmee

Sonntag, 5. Februar 2017

In der Luft....

...lag heute eine besondere Würze. Habt Ihr es auch geschnuppert?
Beim Spaziergang in meiner geliebten Rhön träumte ich unterwegs von ziehenden Kranichen, Wildgänsen und Nils Holgersson. Hat sie nicht schöne Geschichten geschrieben, Astrid Lindgren !... so dass ich ältere Dame beim Anblick dieses wunderschönen Himmels daran denken musste. Und mir war innerlich ganz wohl. Liebe Grüße von Cosmee