Donnerstag, 17. August 2017

Ich hab´ da mal eine Idee...

Genauso hatte ich es mir beim Nähen der vielen Frühchenquilts, die ich über zwei Jahre lang genäht und an die Städtischen Kliniken gespendet hatte, gewünscht. Nämlich dass eine Mutter eines Frühgeborenen meine Telefonnummer bekommt und erzählt und am Ende einen Quilt bestellt. Und so war es vergangene Woche und trotzdem --- ich war total perplex. Ob ich einen Babyquilt für ihre Freundin nähen könne, die ihr erstes Kind erwartet. Als Geschenk zur Geburt, eine schöne Idee, wie sie fand. Ich übrigens auch, nur hatte ich keine Quilts zum Zeigen. Und was kostet so ein Babyquilt? Nun, da war ich auch überfragt und ich tue mich auch wirklich schwer damit und stelle fest: ich bin so wenig Geschäftsfrau....Aber gesagt und getan! Zwei kleine Quilts sind entstanden, wobei der große ein kleiner wurde. Das hatte ich vorher auch noch nie gemacht, einen ganzen Quilt wieder aufgetrennt, um einen neuen daraus zu fabrizieren. Aber, es ist gelungen und ich habe mir wieder einmal beweisen können, wie geduldig ich doch sein kann....
Und nun, während des Nähens dieser Babyqilts, stellte ich fest, wie gerne ich es immer mag, die Stoffe zusammenzustellen, Blockmuster auszuwählen, auszuprobieren, zu nähen, um mich dann selbst am gelungenen Werk zu erfreuen.... Warum also nicht einen Flyer entwerfen, drucken lassen mit der Idee, Babyquilts in Eigenentwurf zu nähen und anzubieten.... tztztztz.... Ob das gehen würde? Spaß machen könnte es allemal. Wobei, ein Kritikpunkt wäre der Zeitmangel, intensiv dranzubleiben, es bliebe also nur ein Wochenende, um am Stück arbeiten zu können. Da muss ich noch mal überlegen... Habt Ihr selbst Erfahrung mit solchen Ideen gemacht? Viele Grüße von Cosmee

Freitag, 4. August 2017

Piep! Im August

Geht es Euch auch so? Ich bin im Entspannungsmodus und genieße die freie Zeit, lasse mich treiben, genieße meinen eigenen Rhythmus...Freiheit im Kleinen... Deshalb wende ich mich heute, mit ein paar Tagen Verspätung, dem Monat August zu. Sein alter Name lautete Aranmanoth, Arnodmanod: die Ernte wird eingefahren; es ist der Schnittmonat, die Schnitterzeit. Der August ist benannt nach dem Neffen von Julius Cäsar, der als erster römischer Kaiser den Namen Augustus, der Erhabene, annahm. Er hatte in jenem Monat die meisten seiner Siege errungen. Die Sonne zeigt durch ihr Scheinen noch mal die ganze Pracht der Blütenwelt und lässt sie leuchten. Und sicher habt Ihr gesehen, wie inzwischen die Felder aussehen (manch einer hat sich über Traktoren oder sonstige landwirtschaftliche Fahrzeuge geärgert, wenn sie im Schneckentempo vor einem herfuhren und noch fahren). Die Stoppelfelder zeigen, das die Getreideernte eingefahren ist und die Landschaft? Sie wirkt nun eintöniger als noch im vergangenen Monat. Doch dies ändert sich langsam, denn manche Flächen erscheinen nun blauviolett: der Bienenfreund blüht und gibt eine gute Bienenweide ab und weithin sind die Sonnenblumenfelder ein Augenschmaus. Die Mauersegler sind bereits Auf und Davon in südliche Gefilde und wenn Ihr horcht: die Vogelwelt wird immer ruhiger. Die Sonne zeigt noch einmal richtig, was sie drauf hat, bevor ihr Schein immer schwächer wird. Es heißt, dass sich beim ersten Augustregen die Hitze legt, tztzt, so sehr hatten wir ja nicht unter ihr zu leiden, oder? Das Wetter war doch sehr durchwachsen, aber...mir hat es gefallen, gefällt es immer noch. Die "Hundstage" gehen noch bis zum 22. August und nun beginnt das Sternbild des Löwen. Viele Grüße von Cosmee Quelle: Michels, Abendrot Schönwetterbot´

Wilde Blumelei. Der Rainfarn.

Seit einiger Zeit versuche ich mich beim Kochen an den Jahreszeiten zu orientieren und nutze in der Regel nur Gemüsesorten, die auch zur jeweiligen Jahreszeit tatsächlich zu haben sind. Ich orientiere mich dabei an einem Kochbuch, das mit leckeren Rezepten reich auftischt im Frühling, Sommer, Herbst und Winter (Von Cramm, Genuss aus der Heimat). Und weil ich mich dadurch intensiv mit den Jahreszeiten beschäftige, gehe ich auch mit offenen Augen durch die Natur und bewundere die Wildpflanzen, die ich beim Spaziergang oder bei einer Wanderung entdecke. Als junge Frau, ich war gerade mit Mann und Baby in ein Vogelsberger Dörfchen gezogen, ins eigene Fachwerkhaus, durchstreifte ich Wald und Wiesen, setzte Kräuteröle an, versuchte mich an Ziegenfrischkäse und...und...und. Doch dann zog ich in mein hiesiges Städtchen, studierte und lebte ein eher (klein)städtisches Leben und vergaß meine damalige Vorliebe. Doch nun entdecke ich wieder mein Interesse an dem Wildwuchs der Natur und möchte Euch gerne, in unregelmäßiger Folge, von meinen Entdeckungen berichten. Ich will Euch ein bisschen mit der Natur erfreuen und zeige Euch meine "Wilde Blumelei".... Vielleicht entdeckt Ihr dann auch die eine oder Pflanze, die Euch bisher gar nicht bekannt war. Immer wieder fällt mir diese Pflanze in diesem Sommer ins Auge...ist sie Euch auch schon aufgefallen? Jedes Jahr Ende August, Anfang September stach sie mir ins Auge und dann bedauerte ich den Abschied vom Sommer, denn ich verband ihr Erscheinen immer mit dem nahenden Herbst. Und ich habe falsch gedacht, denn die Blütezeit dieser Pflanze beginnt bereits im Juni, aber da stehlen ihr einfach die freundlichbunten Sommerblumen die Schau, weil die Natur nicht mit prächtigen Farben geizt während der Sommerzeit. Aber um welche wilde Pflanze handelt es sich denn nun?
Es ist der Rainfarn, eine Heil- und Giftpflanze, auch Wurmkraut genannt. Bis weit in den September hinein blüht er mit leuchtend gelben Blütenknöpfchen und gefiederten Blättern. Er wächst am Waldesrand, Wegen und Dämmen und enthält ätherische Öle. Das getrocknete Kraut riecht so intensiv, dass sich damit Läuse, Mücken und Mäuse vertreiben lassen, so heißt es. Getrockneter Rainfarn wird gerne auch von den Imkern als Rauchmittel verwendet und wurde früher in den Häusern ausgestreut, um Ungeziefer fernzuhalten. Außerdem eignet sie sich auch zum Färben, vielleicht hat ja die Eine oder Andere von Euch bereits Erfahrungen mit diesem Kraut gemacht.... Die geschnittene Pflanze eignet sich wunderbar für die Vase und für Trockengestecke und wie Ihr sehen könnt, macht sie tatsächlich zusammen mit Wiesenknopf, Mädchenauge und Ringelblume eine gute Figur im alten Humpen vom Flohmarkt. Viele Grüße von Cosmee

Donnerstag, 3. August 2017

Einfach gefragt...

Redet Ihr eigentlich auch manchmal mit Eurer Nähmaschine? Ich habe meine kleine Pfaff jedenfalls gefragt: "Traust Du Dir zu, den Babyquilt aufs Ordentlichste zu nähen, ohne Gepolter und Gehänge und Geschiebe?" Denn bevor ich meine Bernina hatte, war ich immer unzufriedener geworden mit den gequilteten Nähten. Teilweise waren sie verschoben und knubbelig geworden, vielleicht waren die Quilts einfach zu groß... (und ich kannte noch keine Quilthandschuhe. Außerdem ist es eine Mechanische ohne Schnickschnack und leider auch ohne Obertransportfuß). Das Probeteil hat sie dann anstandslos hinbekommen und nun habe ich begonnen, den Babyquilt zu quilten. Die erste Naht ist gelungen, also, die kleine Hobby-Pfaff strengt sich wirklich an. Gut gemacht! Trotzdem warte ich sehnsüchtig auf Mrs B., doch der Nähmaschinenreparateur lässt sich Zeit... Meine Nachfrage gestern ergab nach fast zweiwöchiger Wartezeit: er ist am Umziehen, hat Stress und der eigentliche Techniker ist bereits die fünfte Woche krank. Nun muss der Arme zwischendurch selbst reparieren...na hoffentlich macht er es ordentlich und denkt dabei nicht an gepackte Umzugskisten... So, ich quilte mal weiter, mal sehen ob die zweite Naht auch so ordentlich gelingt.... Liebe Grüße von Cosmee

Dienstag, 1. August 2017

Heute nehme ich Euch mit nach.....

Greetsiel in Ostfriesland.....("Ah, Du fährst ins Rüdesheim des Nordens", kommentierten die Kollegen...)
Ich will es Euch nicht vorenthalten... Mein unbedingtes Wunschurlaubsziel war dieser doch sehr touristische Ort für mich nicht! Wir hörten aus dem Mund eines sehr betagten nahen Menschen den mit Seele hervorgebrachten Wunsch "Einmal ans Meer!" und handelten im Januar sogleich, denn wer weiß....! Unser aller Leben ist endlich und ich überlegte, wohin...Seniorengerecht sollte es sein, abwechslungsreich und in Bewegung....flach auch für gehbehinderte alte Menschen und holla! Ich fand auf Anhieb dank Internet eine wunderschöne Ferienwohnung mit Terrasse, direkt am Deich. Sehr empfehlenswert für Menschen, die ältere Angehörige haben und mit ihnen einen Urlaub, vielleicht den letzten, verbringen wollen. Sehr schön, denn nicht mitten im Getriebe, dass schon sehr während der Hauptsaison aufkommt. Nun aber, die Situation entwickelte sich entgegen der Planung, denn wir reisten dann letztendlich unser Ferienziel ohne Begleitung an.... und ich entdeckte den Liebreiz dieses Ortes., Erholung eingeschlossen...
Nun habe ich natürlich nicht die Postkartenidylle des alten Fischerdörfchens Greetsiel mit zweitausend Einwohnern und im Sommer gefühlt unbeschreiblich mehr abgebildet....sondern Impressionen, die ich eingefangen habe....Wer mehr über Greetsiel wissen möchte, auch geschichtlich, der schaut einfach im Netz....Mir hat es jedenfalls gut gefallen und ich war sehr froh, dass ich ausschreiten und genießen konnte. Dieses Dorf ist besonders behindertenfreundlich und von daher wirklich empfehlenswert für Menschen mit Handicap, Seniorinnen und Senioren aber auch für den Familienurlaub mit kleinen Kindern. Und: die Nordsee ist nicht weit, die Inseln wie zum Beispiel Juist, Norderney, Langeoog....mit der Fähre zu erreichen. Und ich habe noch Urlaub und den verbringe ich in meinem wunderschönen kleinen Städtchen.... Liebe Grüße von Cosmee PS. Den NABU gibt es vor Ort und bietet viele naturkundliche Führungen an, ein echtes Highlight...

Freitag, 21. Juli 2017

NixNix.

Dieses Top, ein Babyquilt, bleibt vorerst in der Schublade. Ich finde ihn überhaupt nicht passend für die kleine Erdenbürgerin, die am 1. Juli geboren wurde. Schon Wochen vorher habe ich in freudiger Erwartung schöne Stoffe ausgesucht, allesamt im Grundton Türkis. Denn ich meinte: ich nähe einfach eine entsprechende Borte dran und schon ist der Quilt passend für Junge oder Mädchen.... Pustekuchen! Außerdem ist er viel zu groß geworden... Na so sei es denn...Ich habe bereits einen neuen Quilt begonnen. Tilda-Stoffe habe ich gewählt, "Apple Blooms"... Nun sieht er sehr fein aus, der Quilt und hat auch eine schöne Größe....
Ich mag diese romantischen Stoffe immer sehr für Babyquilts und wähle ebenso gern Quadrate, also ganz schlicht in der Verarbeitung.... Im großen Kaufhaus habe ich, da freute ich mich, Schnäppchen gemacht, die Stoffe waren allesamt wegen des Sommer-Schluss-Verkaufs runtergesetzt. So mag ich das. Aber ich mag es nicht, dass meine Mrs B., die gute Bernina, einen Schlag abbekommen hat. Nicht dass sie immer wieder ein schwarzes Display zeigte und keinen Mucks mehr tat, erst wenn ich sie aus- und wieder einschaltete, sondern nun ist auch noch die Nadel so verstellt, dass ich auf meine kleine PFAFF zurückgreifen muss, damit ich weiterkomme. Eine ganz schöne Umstellung, wie von Mercedes auf einen Kleinwagen...oder so ähnlich...Dabei war sie vor ein paar Wochen erst zur Inspektion. Nun ja, ich nehme es gelassen, denn: ich habe Urlaub. Juchuuuuu! Viele Grüße von Cosmee

Sonntag, 9. Juli 2017

Diebisch unterwegs.

Immer und immer wieder fühle ich es von ganzem Herzen: ich liebe mein Städtchen sowas von! Und heute waren wir unterwegs in der Au, denn ich hatte Aussicht auf einen prächtigen Blumenstrauß... Ja, ich war heute diebisch und hab mich in der wuchernden Natur bedient... Mädesüß, Schmuckkörbchen, Indianernessel, Mutterkraut, Schafgarbe, Ringelblume, Hopfen und noch so allerlei landete zwischen meinen Fingern. Der Strauß war so dick, dass ich ihn mit einer Hand fast nicht umschließen konnte....
Die Au liegt noch keine zehn Minuten zu Fuß von unserem "Domizil" entfernt und sie ist unser innerstädtisches Naherholungsgebiet mit Weihern, ausgeprägter Tier- und Pflanzenwelt und dem Umweltzentrum, mit dem ich mich emotional sehr verbunden fühle. Eine Initiative ist dort heimisch, die sich dem urbanen Gärtnern verschrieben und vielfältige Gemüsebeete angelegt hat: die Zeppelin-Gärten, die das Land kollektiv bestellen....Und dort findet man auch prachtvolle Blumenbeete, da habe ich mich ein bisschen bedient. Den Blumen und den Bienchen schadet das nicht, denn wenn ich Blumen entnehme, treibt die Pflanze umso mehr aus. Wir kennen das aus dem Staudengarten.... Jedenfalls habe ich mich ganz dolle gefreut wie eine diebische Elster, als ich die wunderschönen Blüten in die Vasen und Krüge steckte ;-) Ich liebe außerdem den Sommer und noch ist Urlaub nicht in Sicht, dass dauert noch ein Weilchen.... Und ich finde es übrigens ganz toll, dass die Bauern dazu ermutigt werden (oder sind sie gar verpflichtet? Hmm...da muss ich mich nochmal informieren), ihre Felder mit Blumen zu umrahmen, die den Insekten Nahrung bieten sollen.... Ich schicke Euch einen sommerlichen und lieben Gruß Cosmee

Sonntag, 2. Juli 2017

Piep! Im Juli.

So, wir haben alle gemeinsam den Juni erlebt und jede hat ihre eigenen Erinnerungen an diesen vergangenen Monat. Worauf haben wir besonders geachtet...? Ich nahm auf jeden Fall den Siebenschläfertag wahr, der ja Auskunft geben soll über eine gaaanz wichtige Frage jedes Jahr um die gleiche Zeit: Wie wird der Sommer? Wichtig ist das für uns doch deshalb auch, weil wir im Monat Juli "die schönste Zeit des Jahres" verbringen. Wir nehmen unseren Sommerurlaub und ist die Vorfreude darauf nicht behaftet mit vielen Erwartungen, besonders mit dieser nach wunderschönem Wetter, egal wo es hingeht? Sicher sind viele von Euch schon unterwegs oder auch schon am Ferienziel angekommen, ich wünsche Euch schöne Ferien auf diesem Weg. Der Juli...die Tage beginnen seit der Sommersonnenwende, dem Johannitag am 24. Juni, wieder kürzer zu werden, doch das schieben wir jetzt einfach mal weg, gell. Wer will denn schon, während die Natur wuchert...hihi...ich denke dabei gerade an das Beikraut, auch Unkraut genannt, im Garten..., daran denken ? Sein alter Namen lautete HEWIMANOTH oder HEUERT, erinnert an den Heumonat, denn die Wiesen werden gemäht. HEUERT ist auch mit dem niedergehauenen Gras verbunden. Aber auch, wenn Ihr genau schaut über die Wiesen und Felder, dann seht Ihr die Folgen von Starkregen ganz genau. Der Juli ist nach Julius Cäsar benannt, der 46 v. Chr. im Römischen Reich eine Kalenderreform durch setzte. Bis zu dieser Zeit hieß der Juli QUINTILLIS (der Fünfte), wurde aber zu Ehren Cäsars in Julius umbenannt, weil er in diesem Monat Geburtstag hatte. Von daher war Julius Cäsar der erste Mensch, der in einem Monatsnamen verewigt wurde. Der Juli...verbinden wir ihn nicht auch mit einem ganz besonderen Geruch, der uns um die Nase weht und Erinnerungen weckt? Ich nehme eine Nase voll, schließe die Augen und erinnere mich an meine Kindheitsurlaube in den Bergen mit Eltern und Geschwistern... die Heuernte ist allgegenwärtig auf den Wiesen, welch ein Duft! Und dass der Hochsommer begonnen hat, das zeigt uns die beginnende Reife der Johannisbeere, die Blüte der Madonnenlilie, des Phlox und der Kartoffeln. Die Blüten der Sommerlinde werden von Bienen umsurrt (hoffentlich! Denn wir wissen um das Bienensterben) und die Haupterntezeit der Kirschen beginnt (wenn es welche gibt. Die Blüten scheinen, zumindest in meiner Gegend, alle erfroren zu sein, denn die Kirschbäume tragen nicht). Wenn Ihr noch mehr über den Juli und den Jahreslauf wissen wollt, dann empfehle ich Euch das Buch von Bernhard Michels, Abendrot Schönwetterbot´ aus dem BLV Verlag, aus dem auch ein Teil dieser Informationen stammen. Viele Grüße von Cosmee

Freitag, 23. Juni 2017

Max und Martha. Berlin.

Da hatte ich ja eine Idee, hups! Ich war so sehr begeistert von der Villa Liebermann am Wannsee, dass ich sie Euch unbedingt zeigen wollte. Besonders diesen wundervollen Garten, der mich, bereits verblüht im November, inspiriert hat, im Sommer noch mal wiederzukommen, um ihn in ganzer Pracht zu sehen. Und ich wollte Euch von Max Liebermann erzählen. Ein großes Unterfangen, denn ich bin ja keine Kunsthistorikerin. Mich hat das Schicksal dieses Malers und seiner Frau Martha im Nationalsozialismus ziemlich berührt. Er hat seine Villa am Wannsee als Sommerhaus genutzt und gemeinsam mit einem Gartenarchitekten den Garten angelegt. Durch seine Malerei wurde er sehr berühmt. Max Liebermann vertrat die Kunstrichtung des Impressionismus und war Präsident der Akademie der Künste. Er trat aus Protest zurück, als die Nationalsozialisten immer mehr Einfluss nahmen. Seine Frau Martha, die ihn überlebte, wurde traktiert durch die Nationalsozialisten, die ihr eine Emigration nach Schweden oder in die USA zu ihrer einzigen Tochter durch unrealistische finanzielle Forderungen, einer Reichsfluchtsteuer, unmöglich machten. Sie verlor dadurch unter anderem die Villa am Wannsee. Bevor sie deportiert werden sollte in das Konzentrationslager Theresienstadt, nahm sie eine Überdosis an Schlaftabletten und verstarb in einem jüdischen Krankenhaus. "Dazu macht man mir von allen Seiten Angst wegen Abtransport!" Nur noch eine kurze Nachricht konnte sie 1943 an ihren Vertrauten, den Bankkaufmann Erich Alenfeld richten. Sie wurde 85 Jahre alt. Welch ein Schicksal, wenn ich darüber nachdenke, dann werde ich ganz traurig. Auf YouTube könnt Ihr Euch die Villa in voller Pracht ansehen, meine Fotos sind nicht so gelungen. Aber Berlin kann auch anders! Wie glücklich war ich, meine Lieblingstochter zu treffen und nach Kreuzberg einen weiteren Stadtteil, nämlich Prenzlauer Berg, intensiv zu erkunden.
Wie sehr gern hätte ich jetzt die Liebermann-Villa hier plaziert, aber puhhh! Es will einfach nicht klappen. Aber dafür gibt es ja das Internet. Schade eigentlich. Ich schicke Euch liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 18. Juni 2017

Im Bann von...

Berlin bin ich. Noch keine Stunde wieder daheim und wieder zurück in der kleinen Stadt.... Mitgebracht habe ich mir eine altmodische Laterne, erstanden in der Villa von dem bekannten Maler Max Liebermann am Wannsee. Dort habe ich intensiv den Garten erkundet. So was von schön.
Seine tragische Geschichte erzähle ich euch noch. Heute lege ich nach fast sieben Stunden Fahrt zurück in vielen Staus erst mal die Füße hoch und schwelge. Liebe Grüße von Cosmee

Donnerstag, 1. Juni 2017

Piep! Im Juni.

Ich mag Natur: die Blumen, das Vogelgezwitscher, die Mauersegler...auf die habe ich sehnsüchtig gewartet und nun erfreuen sie mich tagtäglich mit ihren Rufen und ihrem schneidigen Fliegen hoch am Himmel und durch die Häuserschluchten...Glücklich bin ich in diesem Monat. Die Rosen beginnen zu blühen und das Gras unter den nackten Füßen fühlt sich ganz besonders an...es ist Sommer! Genau genommen beginnt heute, am 1. Juni, der metereologische Frühsommer. Ich liebe unsere Jahreszeiten sehr und ich halte auch immer Ausguck nach den Zeigerpflanzen, die mir verraten, wann welche der Jahreszeitphasen beginnen, derer wir eigentlich tatsächlich viele haben, beginnen. Denn eingeteilt werden kann das Jahr nicht nur in Frühling, Sommer, Herbst und Winter, nö...es wird noch ausführlicher, nämlich: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling. Und Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer. ...Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Na, und schließlich der Winter. Der ist ganz einfach Winter. Aber an den will ich ja nun mal gerade gar nicht denken. Denn ich bin noch ganz verzückt vom Mai und nun auch noch vom Juni! Wie dieser Monat riecht! So füllig, das erste Heu wird gemäht und die Rosen duften verführerisch, puh wie schön!! Das Vogelgezirpe ist wunderbar, die Kleinen werden flügge und starten ihre Flugversuche. Vor ein paar Tagen habe ich eine Drossel gesichtet, die ihr Junges am Boden gefüttert hat, dass machte mich ganz ehrfürchtig. Unsere Natur! Sowas von schön und erhaltenswert. So wertvoll, so bereichernd für Seele und Geist! Nun, ich schweife ab, wollte ich Euch doch über den Monat Juni berichten. Nun denn! Dieser Monat hat einen alten Namen: Brachmanoth, Monat des ersten Pflügens. Zu früherer Zeit pflegte man die Dreifelderwirtschaft. Ein Drittel der Flur blieb nach der Ernte Stoppelweide und wurde erst im kommenden Juni wieder gepflügt und für die Winterfrucht vorbereitet. Aber auch Rosenmond, Johannismonat wurde er genannt. Der Juni wurde bei den Römern nach der Himmelsgöttin Juno (Gattin des Göttervaters Jupiter) benannt. In diesem Monat erreicht das Pflanzenwachstum durch den Wechsel von Sonnenwärme und Regen den Höhepunkt. Und viele Pflanzen erreichen ihren Reifezustand. Wenn der Juni zu trocken wird, dann kann man einen Wachstumsrückstand beobachten, jedoch nicht beim allseits beliebten Giersch ;-) Tja, und im Juni entscheidet sich denn auch, ob der Sommer trocken oder nass wird. Wir kennen die Wetterregel vom "Siebenschläfer" (27.6.). Wenn es häufig in der letzten Juniwoche regnet, dann setzt sich feuchte Westströmung durch und Regenwetter wird unser Begleiter sein trotz schöner Tage. Erinnert Ihr Euch noch an das Geflimmer der Glühwürmchen in der Nacht? Sowas von romantisch, die gibt es kaum noch. Aber die Junikäfer, hach, die liebe ich mit ihren sieben Punkten... Wenn ich durch unsere Aue laufe, dann sehe ich den Entennachwuchs und die kleinen Schwäne, höre das Froschgequake und sehe die Kaulquappen im Teich. Die Natur ist wirklich ein Wunder...selbst ich als (Klein)Stadtbewohnerein kann täglich meiner Lust auf Natur fröhnen...und das ist gut so, denn sie, unsere prächtige Natur, wenn Ihr in Euch hineinspürt, wenn Ihr draußen seid, tut unglaublich wohl. Ich schicke Euch liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 28. Mai 2017

Tipptapp

Hach, wenn diese Schühchen bald schnuckelige Babyfüßchen schmücken! Ich konnte nicht daran vorbei gehen, als ich sie im Schaufenster eines kleines Lädchens um die Ecke entdeckte...Denn bald gibt es Nachwuchs in meiner großen weit verstreuten Familie. Bei einem Stadtbummel am Freitag, den ich als Brückentag nutzte, durch die Altstadt von Aschaffenburg.....
...entdeckte ich, wie konnte es anders sein, natürlich auch einen Patchworkladen. Und weil ich den werdenden Eltern zur Geburt ihres Kindes einen Quilt versprochen habe, da machte es mir großen Spaß, Stoffe dafür auszuwählen. Ob es ein Mädel oder ein Bübchen wird ?...Die Eltern in Spe wissen es selbst nicht und lassen sich überraschen und so wählte ich türkisfarbene Stoffe aus mit einem Schliff Kindermotive. Fürs Babylein zum Gucken und zum Entdecken. Nun liegen die Stoffe bereit und ich freue mich sehr aufs "Anschneiden".
Viele Grüße von Cosmee

Donnerstag, 18. Mai 2017

Mach' mal halblang...

...und das habe ich heute, wie jeden Arbeitstag, wenn es das Wetter zuläßt, so wie heute frühsommerlich warm ist und die Sonne scheint, gemacht. Rausgegangen, gemütlichen! Outdoorstuhl aufgeklappt, Schuhe ausgezogen, Füße ins Gras gestreckt und in den Himmel geguckt... Nee, nicht nur, denn in meiner Mittagspause, eine halbe Stunde lang oder auch kurz, wie man will... lese ich unglaublich gern Eure Blogs (aber auch morgens kurz nach 6, beim ersten Kaffee und der oberflächlichen Lektüre meiner Heimatzeitung). Und ich freue mich immer sehr über Eure Posts, die mir die Mittagspause sozusagen versüßen. Um so mehr bin ich immer sehr erfreut, wenn Ihr fleißig postet, hihi. So richtig Zeit fürs Kommentieren ist dann doch nicht...Aber um so lieber schicke ich Euch heute liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 7. Mai 2017

Ich mach' blau

... und zwar hier, jeden Dienstag... in der
Nach einigen Jahren Abstinenz von Pilates (ich bin übrigens unbedingt überzeugt von dieser Methode)habe ich mich wieder angemeldet. Schulter- und Rückenprobleme ließen mich daran erinnern, wie gut mir das immer getan hat, immerhin übte ich Pilates über fünf Jahre aus .... Mein Beckenboden war gefestigt und auch Hexenschuss bekam ich nicht mehr. So denn, nach meiner Krankschreibung wegen Rücken meldete ich mich gleich wieder an, ab nächster Woche werde ich regelmäßig zweimal in der Woche trainieren. Und ein Physioband habe ich mir auch angeschafft...ich will meinen Körper wirklich wertschätzen...Wenn Ihr mich hättet sehen können, wie ich immer schlapper wurde, meine Haltung, zum Dahinsiechen....Und nun merke ich erste Erfolge. Also, Ihr lieben Leserinnen (und vielleicht Leser?), es lohnt sich, mit seinem Körper Du auf Du zu stehen.....Sag ich, immerhin nicht mehr die Jüngste Seid lieb gegrüßt von Cosmee, gleich wieder auf der Matte, hihi

Montag, 1. Mai 2017

Piep! Im Mai.

Die Monatsbedeutungen finde ich immer wieder sehr interessant, ich bereite mich gedanklich auf den kommenden Monat vor und gehe mit neuem Blickwinkel durch die Zeit des Werdens und Wachsens.
Der altgermanische Name dieses Monats lautete Mojemamoth, im Altdeutschen wurde er Wunnimamoth zum Beispiel genannt. Später dann fand eine Umdeutung statt und er wurde Wonnemond genannt. Die Goten nannten den Mai Winja für Weide und Futter. Und sagt, ist er nicht auch eine Augenweide und gibt uns Augenfutter, der Mai? Erweckt er nicht unsere Lebensgeister und ruft uns zu: "Endgültig! Der Winter ist vorbei!" ? Während wir auf Sonne und Wärme hoffen, wünschen es sich die Bauern eher trübe und nass, denn das ist das beste Wetter, damit sich die Saat auf den Feldern entwickeln kann. Und noch kann es zu Kälteeinbrüchen kommen. Wer kennt sie nicht, die Eisheiligen mit der Dame "Kalte Sophie"? Sie platzen mitten in die Obstblüte und richten dann erhebliche Schäden an.....Und was tut sich noch so im Mai? Die Bienen schwärmen, um neue Völker zu bilden (wenn der Imker nicht aufpasst), die Schmetterlinge (zum Beispiel der bekannte Schwalbenschwanz) befreien sich aus der Verpuppung, die Libellen schlüpfen...der Maikäfer wartet unter der Erde auf wärmende Sonnenstrahlen, Schwalben und Mauersegler kehren zum Nisten zurück. Und uns drängt es nach Draußen...
Ich habe heute auf Schloss Adolphseck den ersten Feldblumenstrauß gepflückt und in der frischen Luft "gebadet". Im Städtchen selbst ist ordentlich was los und ich höre, während ich diesen Post schreibe, ständig das Martinshorn...Bienengesumme und Hummelgebrumme ist mir aber doch viel lieber. Ich wünsche Euch einen schönen 1. Mai. ...und es ist Zeit für meinen genähten Rosenrock...
Liebe Grüße von Cosmee Quelle: Abendrot Schönwetterbot´von B. Michels

Donnerstag, 27. April 2017

Dachbodenfund

Wie alt dieses Puppenbauernbett wohl ist? Vor langer Zeit habe ich es für die Lieblingstochter auf einem Vogelsberger Flohmarkt erstanden und nachdem es nicht mehr interessant war, landete es auf dem Dachboden und ward vergessen. Aber nun, so viel hatte sich im Lauf der Jahre angesammelt, entschloss ich mich, endlich mal klar Schiff zu machen, denn wir haben nicht so viel Stauraum zur Verfügung. Und siehe da, dort stand es, das alte Puppenbett. Angestaubt...und immer noch sooo schön! Und heute hatte ich Zeit, viel Zeit und ich schnappte es mir, nahm Maß und nähte die Bettgarnitur, Matratze...Kissen und Decke mit Inlett und einen kleinen Quilt. Und nun steht es da und wartet auf neue Spielkameraden. Liebe Grüße von Cosmee