Freitag, 30. Dezember 2016

Kräuterräuchern vor Silvester

Eine kleine Notiz in meiner Heimatzeitung ließ mich aufmerken: "Kräuterräuchern in den Rauhnächten". Ich hatte mir vor einigen Tagen in dem hiesigen Klosterladen der Abtei Fulda das Buch "Räuchern zu heiligen Zeiten" gekauft, weil ich das Thema interessant finde und so dachte ich mir, nix wie hin nach Motten, denn dort sollte das Kräuterräuchern vor Silvester stattfinden. Gemeinsam mit ungefähr fünfzehn interessierten Damen und auch Herren stapfte ich über Wiese und Feld, um die in Frage kommenden verblühten Heilkräuter zu finden...Rainfarn, Mädesüß, Schafgarbe, Hirtentäschel...und...und...und, die wir dann gemeinsam in einer gemütlich ausstaffierten Scheune zu Zöpfen banden. Dann wurde geräuchert, die Unterhaltungen flossen genauso wie der Winterpunsch...es war sehr nett. Und ich hörte, dass Räuchern eine ganz alte Tradition ist...schon die bäuerlichen Haushalte von ehemals räucherten in den Rauhnächten, die Nächte zwischen den Jahren bis hin zum 6. Januar, ihre Häuser und Ställe aus, um Mensch und Tier zu schützen. Das Räucherwerk wurde auf eine tragbare Räucherpfanne mit glühender Holzkohle gestreut und dann wurde mit der dampfenden Glut durch Haus und Hof gegangen. Für die Rauhnächte gab es damals feste Vorschriften, zum Beispiel durfte im Haus keine Unordnung herrschen....dies ist nur eine Regel von vielen... Übertragen in die heutige Zeit kann Räuchern dazu anregen, gedanklich Altes zu verabschieden, auf das Jahr zu blicken, das nun bald zu Ende geht, Gedanken ordnen..... Nun, ich habe Einiges erfahren können über das Räuchern und werde mich sicher noch eine Weile damit beschäftigen, denn im Frühjahr bieten die Veranstalterinnen Kräuterführungen an, da werde ich dann dabei sein, um mir mehr Wissen darüber anzueignen. Mein Literaturtipp: Hannelore Kleiß, Räuchern zu heiligen Zeiten aus dem Freya-Verlag... Viele Grüße von Cosmee

Kommentare:

  1. Was es nicht alles gibt, noch nie davon gehört. Die Kräuterführung im Frühjahr wird bestimmt klasse und davon wirst Du viel umsetzen können.

    Nana

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  2. Das ist so schön zu lesen und daran erinnert zu werden. Vor Jahren habe ich auch an einem Räucherseminar teilgenommen und es war so wundervoll und friedlich. Man kommt so zur Ruhe dabei. Tolle Kräuterzöpfe habt ihr gebunden. Ich hoffe sehr,
    dass Du von den Kräuterführungen im Frühjahr ein bischen schreibst, das würd mich arg freun.
    Liebe Cosmee, von Herzen viel Glück im neuen Jahr und möge es friedvoll und segensreich sein.
    glg Susanne

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  3. Ich habe schon davon gelesen, daß die Raunächte z.T. örtlich als Rauchnächte bezeichnet werden, weil sie gerade auch auf das Räuchern hinweisen. Schöne Traditionen. Ich denke mal,daß die Kräuter dazu früher schon während des Jahres gesucht und getrocknet wurden. Liebe Grüße und ein schönes Neues Jahr. Thea

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  4. Das klingt ja echt interessant!
    Eine Freundin räuchert ihr Haus auch immer "aus"
    Irgendwie würde mich das ja auch mal interessieren..
    Susanne

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  5. Hallo Cosmee,
    was für ein schöner Brauch. Ich kann mir vorstellen, dass es hilft. Die vielen Regeln tragen ja dazu bei, dass man achtsam mit sich und den Dingen umgeht.
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein gesundes, glückliches Jahr 2017.
    Viele liebe Grüße
    Anke

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  6. Liebe Cosmee,
    vom Räuchern habe ich keine Ahnung, weiß aber, daß eine meiner Großmütter das immer mal wieder zu Hause machte. Ich möchte mich ganz herzlich bei Dir für Deinen netten Kommentar bedanken. Das hat mich gefreut. Was die Aquarellfarben angeht: rausholen. Unbedingt!!! Und immer mal wieder kleinere Bilder malen, experimentieren. Ich habe übrigens noch nie einen Malkurs gemacht ;-). Liebe Grüße.

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