Samstag, 6. September 2014

Hergeben will gelernt sein

So verhält es sich jedenfalls bei mir, wenn ich etwas genäht habe, was mir selbst sehr gut gefällt (und mir gefällt eigentlich alles...). Das Hergeben fällt dann ein bisschen schwer...

Anfangs ging es mir mit allen Quilts so, die ich verschenkt habe. Da mußte ich mir einen wirklichen Ruck geben, das Teil dann auch wirklich zu verschenken....Inzwischen habe ich aber so viele Frühchenquilts genäht, dass ich hier gar kein Problem damit habe....Was heißt Problem, so schlimm isses ja auch nicht :-)

Aber bei der letzten kleinen romantischen Kissenserie, die ich genäht habe, puh....Die Kissen hatte ich allesamt ...drei an der Zahl ... für´s  gemütliche Lungersofa genäht..Ich schwelge nun mal gern in Rosenstoffen und die Kissen passten wunderbar. Und dann brachte ich sie zum Angucken einer netten Dame vorbei und das wars dann auch gewesen. Mit leerer Tüte ging ich nach Hause...Habe mich überreden lassen, diese schönen gemütlichen knuffigen Kissen herzugeben.. Aber es hat mich natürlich auch gefreut, dass sie so gut ankamen, dass sie die Begehrlichkeit des Besitzens weckten. Ich kann mir ja demnächst wieder ein paar Neue nähen...

Das hier, das habe ich behalten.... Denn da steckt tatsächlich echte Handarbeit drin....Die Hexagons sind händisch zusammengenäht und eigentlich sollte es mein Probestück sein, an dem ich mich am Handquilten versuchen wollte...

Aber so ganz zufrieden bin ich nicht damit, nachdem der liebe Ehemann meinte, das Muster würde ihn an einen Fußball erinnern...Da werde ich wohl nochmal auftrennen und freihand drüberquilten....

Liebe Grüße von Cosmee


Kommentare:

  1. Also ich kann meine Sachen sogar sehr gut hergeben, liegt daran - wie Du schon schreibst - weil ich alles neu machen kann. Und wenn wir alles behalten würden, könnten wir nichts mehr nähen!!!!

    Nana

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  2. Liebe Cosmee, mir ist das auch schon so ergangen, nur was zum anschauen mitgenommen und dann war es auf einmal weg:-) Aber verschenken macht halt auch irgendwie so viel spass, wenn man sehen kann, wie sich der andere freut.
    Die Anordnung der Hexagons hat tatsächlich etwas, das an einen Fussball erinnert. Allerdings ist es mir nur aufgefallen, weil der Gedankenanstoss schon da war. Sonst wäre es mir nicht so vorgekommen.Ich finde es sehr schön!
    glg Susanne

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  3. Das Problem habe ich bei Hexagons auch immer, daß sie nicht nach Fußbällen aussehen sollten :) Und wenn ich meine Sachen selbst behalte, dann bin ich leider weniger kreativ als wenn ich es weggebe… sei es nun das Bild, das mir nach Vollendung so gut gefällt, daß ich es an meine eigene Wand hänge und dann male ich kaum mehr oder die Kissen auf der Couch denen dann jahrelang keine neuen mehr folgen. Sobald etwas weg ist, überlege ich was ich Neues machen kann. Aber etwas traurig ist man trotzdem, auch wenn man sich gerne mit den neuen Besitzern mitfreut. Vor kurzem sah ich z.B. eine alte Freundin wieder, die damals einen meiner bemalten Stühle übernommen hatte und der Stuhl stand selbst nach so vielen Jahren noch in ihrem Wohnzimmer :) Liebe Grüße Thea

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  4. Liebe Cosmee,
    ja manchmal fällt die Trennung ein klein wenig schwer, auch wenn man es gerne verschenkt.
    Aber solange die Beschenkten das gute Stück zu würdigen wissen ist alles gut.
    Und ich kann mir ja etwas neues nähen...
    LG
    Marle

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  5. Oh ja, das kann ich sehr gut verstehen!
    So geht es mir auch manchmal....
    Andererseits ist es auch einfach ein schönes Gefühl zu wissen, dass die Sachen gut ankommen und geliebt werden :-)
    Wir geben ja auch wirklich ne Menge von "uns" mit in unsere Quilts gelle?!?
    Ganz liebe Grüße
    Susanne

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