Samstag, 30. März 2013

Wenn die Glocken nach Rom fliegen...

Ich lebe ja schon sehr lange in meinem katholisch geprägten Städtchen und vorher kannte ich diesen Brauch nicht:
Der Dom schweigt

An Karfreitag und Karsamstag schweigen die Glocken. Und der Überlieferung nach sind sie nach dem Gloria am Gründonnerstag über Karfreitag bis Ostern nach Rom geflogen, um dort geweiht zu werden. Während dieser Zeit laufen die Messdienerjungs und Messdienermädchen morgens, mittags und abends mit Holzklappern durch die Gassen, um die Gläubigen an die Gebetszeiten und Andachten zu erinnern. Durch dieses Klappergeräusch ersetzen sie das Glockenläuten...

Dieser Brauch wird aber wohl eher in den umliegenden Dörfern gelebt, denn hier in der Stadt sind mir schon lange keine Klappermädchen und Klapperbuben mehr begegnet.

Viele Grüße von Lilu-Cosmee

PS. Bibberrrr, es ist hier so saukalt draußen. Morgen wollten wir eigentlich in die Rhön, aber da liegt natürlich immer noch viel Schnee - und ich habe die weiße Pracht so was von satt. Aber in Kleinsassen gibt es eine Ausstellung von Kunstquilterinnen, die gucke ich mir unbedingt an. Und ich bringe viele Bilder mit, da könnt Ihr dann mal schauen.....

Kommentare:

  1. Das ist ja wieder eine tolle Heimatgeschichtsstunde von Dir! Ein schöner Brauch und eine schöne Geschichte, auch wenn es heute wohl nicht mehr praktiziert wird. Manchmal würde ich sogar gerne mal den Nachtwächter hören mit seinem "Hört´ ihr Leut´..."

    Nana

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  2. hallo liebe cosmee,
    gestern nachmittag waren wir auf der zeil und um 17.00 fingen alle kirchenglocken gemeinsam an zu läuten...ein schöns glockenkonzert! stell dir vor, bei uns in der stadt gibt es den brauch gar nicht, wo wir doch in italien sind,da läuten die glocken trotzdem weiter!
    glg teresa

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