Donnerstag, 14. März 2013

Arbeit...mal anders



Acht Stunden. Sonst ein ganz normaler Arbeitstag für mich. Und heute doch ganz anders. Meine Arbeitszeit habe ich heute in Nürnberg verbracht, auf der Werkstätten Messe. Dort stellen sich seit heute und bis Sonntag die Werkstätten für behinderte Menschen vor. Und zeigen, was sich aktuell tut in diesem Bereich, informieren theoretisch durch hochinteressante Fachvorträge und praktisch durch Vorstellung ihrer innovativen Produkte und Ideen. Immer noch wird assoziiert, dass es um Wollfärberei, Töpferei und Kerzenziehen geht, dabei haben sich die Werkstätten  inzwischen, teilweise zumindest, hochspezialisiert....

Egal. Ich war nach dem Erleben von zwei Fachvorträgen und einem Rundgang über die Messe so sehr reizüberflutet, dass mich ein leichter Schwindel erfasste und ich nur noch zu Null-Kommunikation fähig war. Ich packte mein Bündel und entschwand gen U-Bahn-Station, stieg prompt in den falschen Zug ein, denn meine Orientierungsschwäche übernahm mal wieder ihr Regiment. Trotzdem fand ich zurück und zum Hauptbahnhof, wartete ziemlich verfroren auf den ICE. Die Kälte empfindend, konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es dann wieder sein wird, ärmellos und schwitzend auf einer der Wartebänke auf dem Bahnsteig zu sitzen...Hörte wunderbare Handygespräche mit *...und, gabs Fischstäbchen....Und grüß mal die Oma ganz lieb...* und verärgerte Kommentare *Ich fahre niemals mehr mit dem ICE, bei all der Verspätung aber immer auch* ... Und beobachtete ein geistig agiles älteres Ehepaar, immer im Austausch nach gelesenen Artikeln in der FAZ...Fast konnte ich mich nicht sattsehen und satthören... Und dann. Wohlbehalten und hungrig landete ich wieder in meinem Heimatstädtchen. Und ich sage Euch: das tat mir so wohl wie ein warmes Süppchen.

Viele Grüße von Lilu-Cosmee

1 Kommentar:

  1. Ja, so kann es einem manchmal geschehen im Getümmel und Gewusel. Etwas Warmes braucht der Mensch...

    Nana

    AntwortenLöschen