Montag, 12. November 2012

Novembertag. Von der Sockenliebe. Kein Bild.

Sockenliebe. Vaterliebe. Liebe von Tochter zum Vater. Ausgedrückt so: ich trage mit Genuß die Socken und Kniestrümpfe meines Vaters. Seit einiger Zeit ist er tot. Und doch nicht.

 Meine Mama trennt sich von solchen Dingen, weil sie umzieht in eine Seniorenanlage. Ich habe mir die Tüten mit *PapaSocken* sofort gegrabscht und seitdem schöpfe ich aus dem Vollen. Und ich sage Euch: ich liebe das Pilling an den Socken und streichle über die Strümpfe. In Liebe. Denn ich habe ihn gewaschen und gekleidet und ihm als letzten Akt seine Socken über seine alten Füße, die ihn durchs Leben getragen haben, gestreift. Und nicht nur deshalb trage ich seine Socken und Strümpfe. In Liebe. Und in Erinnerung.

So ein Novembertag.

Grüße von L.-Cosmee

1 Kommentar:

  1. Das ist ganz wunderbar!!!
    Ich glaube ganz fest daran, daß die Toten spüren, wenn die Lebenden an sie denken und ihre Herzen immernoch voller Liebe für sie sind. Ich glaube daran, daß sie es dort - wo auch immer sie sind - es dann in diesen Momenten ganz muckelig warm haben, so dieses kuschelwarme. Ich wette, Dein Papa hat nie wieder kalte Füße, wo auch immer er sein mag!

    Nana

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