Sonntag, 16. April 2017

Kaninchenosternschnief

Ich will nicht über diese üble derzeitige Weltlage nachdenken, nein. Ich möchte mich an unsere Lilli (ursprünglich Klara, dann Klärchen, dann Klärlilli und dann Lilli) erinnern, unseren Osterhasen, der uns so viel liebe Momente ins Leben gebracht hat. Auch zu Ostern. Sie hat sich arg abgemüht immer, sie wurde neun Jahre alt, uns die Eier zu bringen, selbst gefärbt und rein biologisch. Und nein: sie hat die Eier nicht selbst gelegt, aber den befreundeten Hühnern, mit denen sie manchmal das Futter teilte, abgehandelt. Kurz bevor unsere Häsin, so was von geliebt, das Zeitliche segnete, hat sie uns das geflüstert. Und auch, das sie sich, nicht nur zur Osterzeit, sondern in all den vielen, neun Jahren, sich sehr aufgehoben gefühlt hat. Meine allerliebste Lilli, wir werden Dich nie vergessen. Frohe Ostern! Liebe Grüße von Cosmee

Mittwoch, 12. April 2017

Heute nehme ich Euch mit nach...

... Büdingen..... Ich verrate Euch was. Fernsehschauen ist bei mir eigentlich kein Thema (Ausnahmen bestätigen die Regel) und doch, ich habe eine absolute Lieblingssendung in unserem Regionalfernsehen, dem Hessischen Rundfunk: den Hessentipp. Nicht nur, dass es mir der Moderator angetan hat, weil er die Sendung so persönlich und lebendig gestaltet und zudem er auch noch sehr sympathisch rüberkommt (fast schon attraktiv...psssst! Nicht verraten)...Nö! Ich lerne durch diese Sendung meine Heimat Hessen erst richtig kennen, gemütlich auf dem Sofa. Aber dass heißt ja nicht, dass es so bliebe. Nö! Interessanten "Tipps für Trips" reise ich einfach schlichtweg nach, so auch dieses Mal.... Und ich war sowas von überrascht, denn wenn ich auf dem Hinweisschild Büdingen nur las, dann erschien mir das immer sehr nichtssagend. Irgendwann bin ich mal durchgefahren, und dachte: nix wie weg. Sowas von langweilig, was sich mir da bot rechts und links der Bundesstraße. Aber dann: dank dieser Sendung mal abgefahren und eingetaucht...Büdingen liegt an der Deutschen Fachwerkstraße, am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes, ungefähr fünfunddreißig Kilometer von meiner Geburtsstadt Frankfurt am Main entfernt und circa siebzig Kilometer von meiner Heimatstadt Fulda entfernt.
Das kleine aber feine Städtchen Büdingen, der historische Stadtkern, absolut sehenswert...Fachwerk gepaart mit altem Sandstein, die Häuser datiert aus dem 15. Jahrhundert und noch älter. Wie sehr ich solche historischen Flecken liebe, der Gedanke, das Urgenerationen so wunderschön gebaut haben, ihre Hände den Sandstein gestreichelt haben so wie ich es getan habe, puh, da kriege ich Gänsehaut.
Eine Zeitreise würde ich dann am liebsten unternehmen...mal reinschnuppern ins Mittelalter.... Natürlich habe ich Euch Bilder mitgebracht...aber die Historie dieser Stadt enthalte ich Euch vor, dafür setze ich einen Link...würde vielleicht zu langatmig und lehrmeisterlich :-)..... Ein Besuch dieser Stadt mit Schloss und dem dramatischem Ende des Fürsten, der in unserer Zeit absolut verarmte und nur noch seinen wohlklingenden Titel hat, lohnt sich, wenn Ihr mal vorbeikommt, allemal.
Viele Grüße von Cosmee PS. Habt Ihr auch solche Schwierigkeiten, Fotos zu veröffentlichen? Ich kriege, wenn ich sie hochlade, nur noch Buchstabenzahlensalat zu sehen und kann auch mit der Schrift oder mit einem Link nix mehr hervorheben. Deshalb sorry für dieses Layout, ich hätte es gerne besser gemacht.

Samstag, 1. April 2017

Piep! Im April.

Na, auch reingefallen heute? Ich schon frühmorgens beim Zeitunglesen, bei frisch aufgebrühtem Kaffee im Bett. Ihr müsst wissen, dass unsere Heimatzeitung immer direkt vor unsere Haustür geliefert wird. Ein paar Schritte und schon halte ich die Neuigkeiten der Welt und auch meiner Stadt in der Hand... Und heute früh konnte ich lesen, dass eine Seilbahn gebaut wird auf unseren Hausberg, den Frauenberg. Nun, könnte ja sein, hier gibt es innovative Kräfte, die Stadt verändert sich... Hach, fast wäre ich reingefallen und bin nicht der Einladung gefolgt, mir die Planskizzen dieses Projekts anzuschauen im "antonius-Café" an St. Kathrin. Aber die Vorstellung, dass sich wirklich Leute aufgemacht haben, um sich zu informieren, die amüsierte mich köstlich am frühen Morgen. April! April! Und sonst so, Du lieber April? Wie lange haben wir darauf gewartet, dass Du die Erde mit Deinem grünen Kleid überziehst! Bereits in den Wintermonaten haben wir davon geträumt... und mit Vorfreude wurdest Du erwartet... FRÜHLING! Aber es gibt Abstufungen, die sich an den jeweiligen Blüten orientiert: Vorfrühling, der mit dem Stäuben der Haselnuss zum Beispiel beginnt...und mit der Blüte des Schneeglöckchens als erster großer Frühlingsbote, den Huflattich mit seinen Knöpfchenblüten, auch von der Autobahnauffahrt aus zu erkennen, will ich nicht unerwähnt lassen. Der Erstfrühling dann, von Ende März bis Mitte April, der belebt die Natur wie ein Feuerwerk, Ihr beobachtet es sicher auch, was sich in der Natur, in Euren Gärten, so tut und seid erfreut. Die markanteste Beobachtung ist nun die Entfaltung der Stachelbeere....Und nun wird auch das erste Vieh auf die Weide getrieben. Ich habe mich ganz dolle gefreut, als ich die ersten Kühe gesehen habe bei einer Fahrt durch unsere Rhön! Was folgt ist dann der Vollfrühling, der geht von Mitte April bis Ende Mai....doch nun genießen wir erstmal den Anfang des Frühlings und schauen nicht soweit voraus....
Sein alter Name, der des Aprils, hieß übrigens Ostaramanoth altgermanisch und wurde abgeleitet von Ostara, der alten Germanengöttin Ostara, Göttin des aufsteigenden Sonnenlichts oder auch Göttin der Morgenröte. Liebe Grüße von Cosmee

Samstag, 25. März 2017

Rundumblick

Ich lebe ja, wie Ihr wisst, in einer relativ kleinen Stadt in Osthessen, mit dreiundsechzigtausend Einwohnern. Der Stadtkern ist barock und in einem alten Teil dieser Stadt lebe ich und liebe es. Nun muss man sich nicht denken, dass ich in eine große Stadt fahren muss, um an Nähfutter zu kommen...
Nö! Ich habe alles um die Ecke und ich sage Euch, ich liebe diese kleinen inhabergeführten Fachgeschäfte sehr. Einige davon gibt es schon seit Generationen, wie zum Beispiel das Knopflädchen, die Stoffburg oder auch das Tuchlager Ruhl. Alles das kann ich zu Fuß erreichen und die Geschäfte liegen direkt um die Ecke, fünf Minuten maximal entfernt. Wenn mir also mal das Garn ausgeht, oder ich mit einem Schnitt nicht klarkomme, der Reissverschluss hakt oder die letzte Nadel abbricht...--- kein Problem...!
Na klar, ich könnte auch in die umliegenden Kaufhäuser gehen und mir dort das Vlies fur meine Patchworkarbeiten und die Garne dazu besorgen, aber wollen wir nicht auch besonders die kleinen Ladengeschäfte an unseren Wohnorten unterstützen, die für so viel Flair in einer Stadt sorgen und ihr das Gesicht geben? Kaufhausketten können das nicht, finde ich. Und seit heute bestelle ich meine Bücher auch nicht mehr bei A*****, sondern beim Buchhändler um die Ecke, der liefert auch frei Haus, sogar mit einem echten Boten. Ich liebe das und mein Städtchen ganz besonders. Liebe Grüße von Cosmee

Dienstag, 14. März 2017

Schlicht kam er rüber....

---und deshalb kein besonderes Foto. Einen Babyquilt hatte ich versprochen....Und genäht. Ohne Fantasie, ich habe einfach eine Stoffserie genommen in den gewünschten Farben gelb, grün, orange. Das Orange habe ich weggelassen, da hatte ich mich verkauft...Stoff mit Dehnung landete auf meinem Nähtisch. Nicht aufs Etikett geschaut, nur auf den Preis und der hatte mich gelockt. Und das geht ja gar nicht. Patchworkstoff mischen mit Sowas! Nun liegt der Stoff hier, gleich ausrangiert... Wellnessfleece habe ich für die Rückseite gewählt,ganz weich, aber ob ich das nochmal mache?. Ich dachte während des Nähens, oweh, dieser Quilt ist echt im Eimer. Verzogen...Und dann wollte ich Freihand quilten, puh, nach fünfhundert Stichen habe ich es sein lassen und wieder aufgetrennt...fast in die Ecke geschmissen (so eine Geduld wie Nana habe ich echt nicht, winkewinke)....Aber er ist trotzdem schön geworden, schlicht halt. Einhundertfünf Zentimeter im Quadrat...Die junge Mutter hat sich gefreut und das ist doch die Hauptsache, gell! Liebe Grüße von Cosmee

Mittwoch, 1. März 2017

Piep! Im März.

Hui, das ging doch schon flott oder? Kaum hat das Jahr angefangen, schon isses März, der Winter ist metereologisch vorbei seit dem 1. März und der Frühling hockt im Startloch. Juchhuuuu! Nur, bei uns ist nicht viel zu merken, es ist kalt und regnerisch-trüb und manchmal grieselt auch noch ein bisschen Schnee. Wobei, wenn ich genauer hinschaue auf meinen Spaziergängen, dann sehe ich schon Krokusse, Schneeglöckchen und Winterling sprießen. Und sonst so, lieber März, was bringst Du uns mit? Na, zunächst Deinen Namen, MÄRZ. Früher wurde dieser Monat Blidemamoth gerufen, dass ist altgermanisch. Oder auch althochdeutsch "Lenzing", abgeleitet von "Längung, langer Tag". Na, und das ist doch offensichtlich, morgens wird es früher hell und das tut wirklich gut. Nun bleibt es mit jedem Tag drei Minuten länger hell. Die Lebensgeister werden wach, wir schütteln den Winter ab. So ist also der März der Steg vom Winter zum Frühling. Überall beginnt es zu knospen: Haselnuss, Weide und Erle beginnen zu blühen und bieten den Bienen erste Nahrung. Der Boden erwärmt sich langsam und wird mit zahlreichen Frühblühern bedeckt. Und zu hören sind sie, die Vögel - endlich! Zunächst erst etwas zaghaft zwitschern sie morgens in der Dämmerung, hört Ihr sie auch? Die in Formation fliegenden Kraniche sind am Himmel zu sehen, wenn sie uns überfliegen und Kiebitz, Singdrossel, Feldlerche und Star kehren als Frühzieher zurück und auch Hausrotschwanz, Störche, Zipzalp und Bachstelze kommen an. Nun, wir dürfen uns aber nicht zu früh freuen, denn immer noch ist der Winter dabei, sich selbst einzuladen und gibt bei aller Frühlingsfreude den Störenfried. Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann empfehle ich Euch das Buch von Bernhard Michels, Abendrot Schönwetterbot aus dem BLV Verlag, das mir auch als Quelle dient und sehr sehr lesenswert und informativ ist. Viele Grüße von Cosmee

Samstag, 25. Februar 2017

Putzen mit Moschino

Ich musste wirklich arg schmunzeln, als ich im Schaufenster unserer Parfümerie in der Marktstraße diese Schaufensterdekoration sah...Die Vorstellung, dass dieses doch für ein Parfüm ausgefallene Flakon im Bad steht und man aus Versehen damit beginnt, zum Beispiel die Fenster zu putzen, eben weil der Inhalt so schön blau ist.... Dieser Gedanke, den ich vor dem Schaufenster hatte, brachte mich arg zum Kichern...habe ich vielleicht sogar in diesem Moment ein Selbstgespräch geführt? Hm, möglich ist es.... Mannomann, der Frühjahrsputz, er scheint ja wirklich ein großes Thema zu sein, denn auch in meiner Heimatzeitung konnte ich dieses lesen:
Wenn ich das alles am Stück arbeiten wollte, dann müsste ich mir eine Woche Urlaub nehmen. Aber im Artikel wird geraten, den Haushalt, das bisschen Haushalt, scheibchenweise zu pflegen. Und das regelmäßig. Wie macht Ihr das denn? Alles auf einen Schlag oder häppchenweise? .... Ob ich einen Putzplan schreibe, von wegen gerechter Arbeitsteilung? Ach, da kommt gerade der liebe Ehemann vom Boulespielen, selbst im Winter treffen sich hier die Leute am Wochenende im Schlossgarten und lassen die schweren Eisenkugeln rollen....Na, damit isses nun vorbei denn: der Hausputz ruft! Viele Grüße von Cosmee, mit dem Staubtuch in der Hand